Mai 232016
 
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Der Erfurter Osten

Radtour um Erfurt-Ost

Wenn Sie jemals Erfurt besuchen….

(was sich zu jeder Jahreszeit lohnt) dann sollten Sie entweder Ihr Fahrrad mitbringen oder sich eins ausleihen und unsere schöne Stadt im Inneren wie im Umfeld auf einem gut ausgebauten Radwege-Netz erkunden…., so beginnen alle Beiträge und es ist nicht übertrieben. Egal in welche Richtung Sie auch fahren, Sie erwarten großzügig angelegte Radwege.

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Heute nehmen wir uns den Erfurter Osten vor, der nicht, wie die früheren east-ends der Großstädte mit Tristesse aufwartet, die Zeiten sind, Gott sei Dank, längst vorbei und eine gesündere Umwelt umgibt uns, egal, wo wir uns bewegen, selbst wenn man größere Gewerbegebiete quert. Wie beginnen wie immer in Niedernissa und befahren zunächst einen Streckenabschnitt, den wir bereits von der Tour vor fast genau einem Jahr kennen>>>> An der Einmündung zur B 7, Globus-Markt, wenden wir uns heute gen Osten und benutzen einen Radweg entlang der B 7 Richtung Weimar….

Der Radweg verläuft parallel zur B 7, an deren Nord-Seite sich das größte Erfurter Gewerbegebiet, das Güterverkehrszentrum über mehrere Kilometer erstreckt. Nach etwa 5 km erreichen wir Mönchenholzhausen mit der weithin sichtbaren Rieger-Niederlassung und den ebenso markanten Hochspannungsleitungen, die vom nahe gelegenen Umspannwerk ins Land führen. Darunter ein Abschnitt der örtlich noch immer umkämpften 380 KV-Leitung ins benachbarte Bayern. Am Speicher Hochstedt, der sich, wie man sieht, zum Angler- und Bratwurst-Paradies entwickelte, legen wir eine Rast ein. Der See wurde Anfang der 70`er Jahre aufgestaut und  von der örtlichen LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) als Beregnungsspeicher genutzt. Eine Thüringer Rostbratwurst wurde mir leider nicht angeboten.

Buchtipps

Den kleinen Ort Hochstedt mit etwa 300 Einwohnern lassen wir anschließend rechts liegen und wenden uns dem Güterverkehrszentrum zu.

Erfurt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Mitte Europas,  Autobahn und Schiene, entwickelte sich zum Logistik-Standort großer Handels- und Versandunternehmen. Das Gute: Arbeitsplätze, das weniger Gute: Billiglöhne und eine Ungewissheit, wann die Karawane weiter zieht? Nach Querung des GVZ erreichen wir den Ortsteil Vieselbach – früher ärgerten wir die Vieselbacher gern mit dem Namen „Vieh-Eselbach“ – am alten Bahnhof, der nur noch ein „Haltepunkt“ an einer der ältesten und bedeutendsten Bahnstrecken Deutschlands ist. In Bälde wird hier etwas mehr Ruhe einkehren, da nur zwei km weiter die neue ICE-Strecke von München nach Berlin verläuft, nicht nur an Vieselbach vorbei, sondern ebenso am Klassiker-Dorf Weimar, was dort lange Zeit für Empörung sorgte. Der Viadukt, 1846 erbaut, kündet vom Alter dieser Bahnverbindung. Durch eine fast unberührt erscheinende Auenlandschaft legen wir einen Abstecher nach Wallichen ein.

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Hier stand einst ein Rittergut, das von einem privaten Käufer vor wenigen Jahren abgerissen wurde. Einige der wohl aus dem Hochmittelalter stammenden Natursteine wanderten seinerzeit in meine Trockenmauer im Garten, wo nun ein kleiner Teil des historischen Gebäudes weiter lebt. Auf der Ortsverbindungsstraße geht es weiter nach Kleinmölsen…….

…dessen Dorfkirche sich hinter uralten Linden versteckt. Über Töttleben erreichen wir auf einem gut ausgebauten Radweg den Ortsteil Kerspleben, dessen Kirche mit ihrem Zinnen-Turm angelsächsisches Flair vermittelt. Da mit dem Ringelberg die östliche Stadtgrenze Erfurts und der weithin bekannte Hofladen im  Marienhof  nicht mehr weit entfernt sind, verzichte ich auf eine Einkehr im Gasthaus „Hohenzollern“. Aber leider war der Hofladen bereits geschlossen und die Teilnehmer an einem Wettbewerb in der „1. Deutschen Grill & BBQ Schule“ brutzelten leider nur für den Eigenbedarf. Aber es geht jetzt zum Stadtzentrum nur noch bergab, so dass der knurrende Magen nicht mehr all zu lange warten muss. Im Stadtzentrum wartete noch eine kleine Überraschung auf:

Die Partei „Die PARTEI“ veranstaltete in Erfurt ihren Bundesparteitag und beglückte die Erfurter mit einer lautstarken Demonstration durch die Innenstadt. Wer seine Zeit mit einem Blick in das Parteiprogramm verschwenden möchte, kann das hier gern tun. 15:00 Uhr zurück am Start-Ort zeigt der Tacho, nach ein paar kleinen Umwegen und Abstechern, knapp 50 km an. Eine Trainingsrunde für die noch kommenden, etwas längeren Strecken. Es warten noch einige Abschnitte bekannter Thüringer Radwege, die bisher befahrenen können Sie hier kennen lernen>>>>>

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Mai 072016
 

Aktuelles aus dem Buchregal – Meine Bücher im Überblick – Buchtipps und Reportagen

Der aktuelle Beitrag

Sandro Witt und der 1. Mai – Impressionen vom 1. Mai 2016
1. Mai 2016
Im vergangenen Jahr gab es in diesem Blog bereits einen Bericht über den 1. Mai 2015 in Erfurt (wie er sich wohl auch in anderen Städten abspielt). Auf ein in Instagram veröffentlichtes Foto reagierte kein Geringerer als Sandro Witt, seines Zeichens DGB-Vize Hessen-Thüringen und Ex stellvertretender Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE…. Zum Beitrag>>>>>
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Neue Buchprojekte – „Land der Väter“
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Der Roman beschäftigt sich mit Zerwürfnissen, die über Generationen hinweg tiefe Risse in Familien hinterließen, deren Ursachen in teils fanatischen Auslegungen der einen oder anderen Ideologie lagen, am Beispiel einer, von außen betrachtet, ganz normalen deutschen Familie……. weiterlesen>>>>>
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Erich MielkeDer 1. Teil des Romans, der im Übrigen in einer Zeit konzipiert wurde, in der noch niemand an die aktuelle Flüchtlingssituation dachte, ist fast fertig und erhält mit den aktuellen Gegebenheiten nahezu ungewollt eine zusätzliche Brisanz. Erste Leseproben finden Sie hier>>>>

Weitere Inhalte meines Autorenportals

Film-, Buch- und Lesetipps – Zur Übersicht der Beiträge>>>
Rebellen
Testfall Ukraine – Den Autoren geht es unter anderem um die auch im Westen vorhandene Faszination für das autoritäre Virus, die offenbart, dass Werte wie demokratische Selbstbestimmung oder liberale Toleranz für andere Meinungen und Lebensentwürfe offenbar nur einen dünnen Firnis darstellen weiterlesen>>>>>
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Erfurt – meine Stadt – begleiten Sie mich auf meine Ausflüge mit dem Rad oder…
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Herzlichst Ihr F. C. Mey, stets erfreut über Kritiken, Hinweise und Anregungen – Zum Kontaktformular>>>>  oder hinterlassen Sie einfach einen Kommentar

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buecherblogger

Mai 072016
 
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Übersicht der Reportagen in/ um Erfurt in diesem Blog

Erfurter/Thüringer Impressionen

Wenn Sie jemals Erfurt besuchen (was sich zu jeder Jahreszeit lohnt) dann sollten Sie entweder Ihr Fahrrad mitbringen oder sich eins ausleihen und unsere schöne Stadt im Inneren wie im Umfeld auf einem gut ausgebauten Radwege-Netz erkunden.

1. Mai 2016 Sandro Witt und der 1. Mai – Impressionen vom 1. Mai 2016 –  Im vergangenen Jahr gab es in diesem Blog bereits einen Bericht über den 1. Mai 2015 in Erfurt (wie er sich wohl auch in anderen Städten abspielt). Auf ein in Instagram veröffentlichtes Foto…. zum Beitrag>>>
Erfurter Entenrennen 23. Erfurter Entenrennen, 20.03.2016  Sonntag morgen, 08:00 Uhr, normalerweise noch einmal herumdrehen, weiterschlafen…. ABER!!! DAS ERFURTER ENTENRENNEN – ein Highlight der Stadt, ruft und diese Kult-Veranstaltung lässt man nicht aus…… zum Beitrag>>>

2015

Goldener November Goldener November 2015 – Manchmal kommt es anders, öfter als man denkt…… Das Radfahren im Oktober abgehakt, brachte der November noch ein paar wundervolle Tage mit hervorragendem Foto-Licht. Der Mai im November (M)ovember… zum Beitrag>>>>
Super Sommer Es war ein Super Sommer 2015 – 1.500 km mit dem Rad, rund um Erfurt und quer durch Thüringen. Es ist Herbst, Radfahren ist jetzt etwas für die „Super Harten“. Drei Wochenenden im September – auf Wiedersehen im Frühjahr 2016 … zum Beitrag>>>>

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Ilmtal-Radweg Ilmtal-Radweg von den Quellen nach Kranichfeld 02.09.2015 – Die Frage, warum der Ilmtal-Radweg zu den schönsten Radwegen Deutschlands gehört, stellten wir bereits, haben Sie sich inzwischen davon überzeugt?…. zum Beitrag>>>>
CSD Erfurt Christopher Street Day in Erfurt 29.08.2015 – Es war ein beeindruckender Tag – Die Demo für gleiche Rechte Homosexueller wurde von den Erfurtern angenommen und begrüßt….. zum Beitrag>>>>
Unstrut-Radweg Unstrut-Radweg, Mittelabschnitt am 27.08.2015 – Auf dem Unstrut-Radweg durch eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands von Schallenburg über Sömmerda nach Heldrungen…. zum Beitrag>>>>
Ilmtal-Radweg Ilmtal-Radweg von Kranichfeld bis Weimar 19. August 2015 – Überzeugen Sie sich davon warum der Ilmtal-Radweg zu den schönsten Radwegen in Deutschland gehört. Die anderen Abschnitte folgen, wann??? Schauen Sie gelegentlich nach…. zum Beitrag>>>>
Gera-Radweg Gera-Radweg von den Quellen bis nach Erfurt 24. Juli 2015 – Nach dem ersten Abschnitt Erfurt bis zur Unstrut-Mündung am 03.07.2015, begeben wir uns heute auf den längeren Abschnitt von den Gera-Quellen bis nach Erfurt…. zum Beitrag>>>>
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Thüringenrundfahrt 28. Internationalen Thüringen-Rundfahrt der Frauen 18.07.15 – Außer dem OB, der den Startschuss gab und der Beigeordneten für Wirtschaft, die die Ehrung der Tagessieger vornahm, war leider nicht ein einziger Politiker zu sehen…. zum Beitrag>>>>
tour5-33w Gera-Radweg 03.07.2015 – Nicht nur das gute, alte Erfurt hat, innerhalb der Stadtgrenzen wie im näheren Umland, einiges zu bieten. Es lohnt sich, auf sehr gut ausgebauten Radwegen, die nähere Umgebung zu ergründen… Zum Beitrag>>>>>
Dsci0004w Flughafenfest 2015 – ein Reinfall – Der erste Schock beim Einlass (daher der Untertitel mit den Neppern), 10,- EURO Eintritt für Personen ab 14 Jahre aufwärts!!! Ein billiger Jahrmarkt… Zum Beitrag>>>>

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brücke 40. Krämerbrückenfest 2015 – Wenn in der Altstadt Feste gefeiert werden und man fährt mit dem Rad, empfielt es sich, das Gefährt irgendwo am Rande abzustellen…. Zum Beitrag>>>>>
tour2-12w Radtour durch Erfurt – Wir überqueren die Krämerbrücke und gelangen über den Bendictsplatz zum Fischmarkt mit dem historischen Rathaus (13)……Zum Beitrag>>>>>

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tour1-12W Pfingsstour 2015 – Von Marienthal, nach einer Rast und „Fuß-Kühlung“ im Gera-Wasser, setzen wir unsere Fahrt fort nach Molsdorf und statten dem Schloss einen Besuch ab….. Zum Beitrag>>>>>
 01052015002  1. Mai 2015 in Erfurt – zum Nachdenken –  Wie von einer alten Tradition geleitet, begebe ich mich Jahr für Jahr zu einer der vom DGB  organisierten  Mai-Feiern.. Zum Beitrag>>>>>>>

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Mai 012016
 
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Sandro Witt und der 1. Mai

oder wie man versucht, Ereignisse bedeutender zu reden als sie wirklich sind….

Erfurter Impressionen am 1. Mai 2016

Im vergangenen Jahr gab es in diesem Blog bereits einen Bericht über den 1. Mai 2015 in Erfurt (wie er sich wohl auch in anderen Städten abspielt). Auf ein in Instagram veröffentlichtes Foto reagierte kein Geringerer als Sandro Witt, seines Zeichens DGB-Vize Hessen-Thüringen und Ex stellvertretender Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE (er bellt gern), mit Empörung, die Fotos seien am Vormittag vor dem Eintreffen der Demo auf dem Erfurter Anger entstanden (zum Vergrößern Bild klicken).

Dabei war der Beitrag nicht einmal besonders kritisch, nur nachdenklich und vielleicht sogar ein wenig nostalgisch, aber….. Herr Witt, der gern auch einmal anderen den Mund verbietet, meinte bekanntgeben zu müssen, der Anger sei sehr gut gefüllt gewesen. Nun gut, die Eindrücke diesen Jahres sind nicht wesentlich besser, warum wohl? Aber immer der Reihe nach…..

Wenigstens die Traditionen werden in einigen Orten und Ortsteilen gewahrt, wie am Vorabend in Windischholzhausen, wo es (man höre und staune!) den halben Liter Bier für zwei und die Bratwurst für 1,70 EURO gab. Auf dem Weg zum Anger gegen Mittag die ewig Gestrigen, die sich, in überschaubarer Zahl, hinter dem Bahnhof versammelten. Der Tag, der zum Tag der Minimalien herab gekommen zu sein scheint, in diesem Falle Gott lob…. Zumindest war rund um das Stadtzentrum mehr Polizei als Demonstranten versammelt…, darin der Tag der Maximalien….???

Was tut man, wenn Biertischgarnituren nur wenig besetzt sind? Ganz einfach, man stellt weniger auf! Ja, Herr Witt, neben einzelnen Passanten, die wohl eher zufällig den Anger überqueren, wenig zu sehen außer Standpersonal und denen, die immer da sind. Während sich im letzten Jahr noch die Landespolitik in den ersten Erfolgen von Rot-Rot-Grün – r2g – sonnte (jedenfalls sprach man von solchen), war an diesem 1. Mai die Lokalpolitik vor Ort. Karola Stange (links, wie es sich gehört, MdL DIE LINKE) war die Einzige, die ich kannte, der zweite Herr von Rechts, Kreisvorsitzender der SPD (sein Name fällt mir gerade nicht ein, aber das ist eher unerheblich, da er ohnehin nichts zu sagen hat und in seinen Ausführungen ein wenig holprig klang). UN NU? In diesen Lettern im besten „Erfurtsch“ stellt sich das neue Erfurter Satire-Magazin vor, erscheint einmal im Quartal für 7 EURO…. UN NU, Herr Witt? Für wen spielte eigentlich die Band?

Reportagen Frank C. Mey

Es ist noch nicht all zu lange her, als Ausreden dafür her halten mussten, warum die Besucherzahlen am 1. Mai stetig abnahmen. Hier die wichtigsten aus meiner persönlichen Sammlung:

1. Allgemeine Ausreden
War das Wetter zu gut, blieben die Menschen, je nach Status und Möglichkeiten, lieber zum Sonnen auf ihren Balkonen, in ihren Kleingärten oder nutzten den freien Tag für Ausflüge in die Umgebung der Landeshauptstadt.
War das Wetter zu schlecht blieb man lieber zu Hause, wer wollte schon im Regen stehen?

2. Spezielle Ausreden
Fiel der erste Mai auf einen Freitag oder Montag, nutzten viele das verlängerte Wochenende für Kurzurlaube (die Frage, ob die vielen Arbeitslosen sich das überhaupt leisten können, blieb dabei in der Regel unbeantwortet, ach ja und im Übrigen ist der 1. Mai  schließlich nicht der Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen sondern der der Werktätigen und für die Langzeitarbeitslosen interessierte man sich ohnehin kaum, die sind in der Regel keine Mitglieder und zahlen in Folge dessen keine Beiträge).
Fiel der 1. Mai auf einen Donnerstag oder Dienstag, traf das eben genannte erst recht zu, da man den Brückentag für eine etwas längeren Kurzurlaub nutzte (die Klammerfrage des ersten Absatzes gilt hier ebenfalls).
Bleibt als Wochentag noch der Mittwoch. Ein freier Tag mitten in der Woche, den nutzt man doch lieber zum Ausschlafen oder, wer genügend Urlaubstage hat, zu einem Wochenurlaub auf Mallorca. Die, die noch ein schlechtes oder überhaupt ein Gewissen haben, wie z. B: „Gäbe es den 1. Mai nicht, müssten wir heute arbeiten. Wir sind dankbar, dass es diesen Feiertag gibt, also schauen wir einmal am Anger vorbei….“ gehen noch hin. Ob die Besucherzahlen an solchen „Mittwochs-Feiertagen“ über dem Durchschnitt lagen, darüber gibt es leider keine Statistiken.
Fiel der erste Mai auf einen Samstag oder Sonntag, wurden in der Regel die allgemeinen Ausreden gemäß Tz. 1 bemüht. Hinzu kommt, dass die mit dem schlechten Gewissen, die sich Mittwochs mit selbigem quälten, nun völlig frei von Selbstvorwürfen zu Hause blieben, da es sich ohnehin um arbeitsfreie Tage handelt.

Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen, man könnte den Tag mit einem beliebten Event kombinieren? Jedenfalls waren beim 23. Erfurter Enten-Rennen, trotz spät-winterlicher Kälte, wesentlich mehr Menschen auf den Beinen…..

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Während sich auf dem Anger einige Funktionäre den Kopf darüber zerbrachen, wie man den faulenden Kapitalismus nun endlich zu Boden werfen könnte, zeigte letzterer auf dem Domplatz, der ein wenig besser besucht war, anlässlich des alljährlich dort veranstalteten Familientages, seine Innovationskraft, die bislang von keinem anderen System erreicht wurde. Die Fa. Stil stellte ihre Stapler vor:

Wer Lust auf Gaumenkitzel verspürte, der konnte am Hirschgarten vorbeischauen, wo der „Dubliner“ in gediegenem Ambiente seine Whisky-Tage feierte. Zu dieser Zeit, gegen 14:00 Uhr noch wenig besucht, die Whisky-Trinker frönen wahrscheinlich lieber erst am Abend ihrem Laster….

Ein Geheimtipp an solchen Tagen (und anderen) ist immer die Engelsburg (im Moment in Betreibernöten, aber das wird schon wieder). Der Weg dahin führt durch Venedig, vorbei am neuen „Augustiner“, wo man sich lieber sonnt, als sich auf dem Anger zu langweilen.

Und eines sei noch hinzugefügt: Die Band in der E-Burg war einsame Spitze.

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Apr 252016
 
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Buch- und Filmtipps im Überblick

Hier finden Sie in zeitlicher Reihenfolge eine Übersicht zu den Buch- und Filmtipps in diesem Blog. Die neusten Beiträge stehen immer oben. Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Lese-Spaß.

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The Green Mile Buch- und Filmtipp „The Green Mile“ –  mit Trailer – von Stephen King und in der Verfilmung mit Tom Hanks – „Ich bin müde, Boss, müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde, niemals einen Freund zu haben…. Zum Beitrag>>>>>
Der Marsch Filmtipp „Der Marsch“ –  mit Trailer – THE MARCH – Der Marsch -wurde 1990 produziert und galt seinerzeit als düstere Zukunftsvision. Nur 25 Jahre später sind die Geschehnisse dieses Films von unserer Realität eingeholt worden…. Zum Beitrag>>>>>
Erich Mielke Ich.Erich Mielke –  Die traurige Figur eines Stalinisten –  Die Banalität der Macht zeigte sich bei Erich Mielke am Frühstückstisch. Die Sekretärinnen des gefürchteten Ministers für Staatssicherheit…. weiter>>> Dazu der passende Film  „Damals in der DDR“Zum Beitrag>>>>

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Astrid Lindgren Astrid Lindgren – „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ – Unterhaltsame Erinnerungen an die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg der mit Pippi Langstrumpf weltbekannt gewordenen Autorin. Dazu der passende Film  „Der Gulag“Zum Beitrag>>>>
Der Turm  Uwe Tellkamp: „Der Turm“ – Wenn in Zukunft einer wissen will, wie es denn wirklich gewesen ist in der späten DDR, sollte man ihm rasch und entschlossen den neuen Roman von Uwe Tellkamp in die Hand drücken…. Dazu der unvergessene Film „Der Turm“  Zum Beitrag>>>>
Flucht Armin Nassehi und Peter Felixberger: „Kursbuch 183“ Wohin flüchten? – War das 20. Jahrhundert das Jahrhundert der Lager, wird das 21. Jahrhundert womöglich das Jahrhundert der Flucht….. Dazu der unvergessene Film „Die Flucht“  Zum Beitrag>>>>
Reportagen Frank C. Mey
seltsameOrte Alastair Bonnett: „Die seltsamsten Orte der Welt“ – Spätestens seit Google Earth ist die Welt bis in den letzten Winkel erforscht und vermessen. Es gibt keine unbekannten Orte mehr, keine unberührten Eilande, nichts mehr zu entdecken – oder etwa doch?    Zum Beitrag>>>>
Das andere Berlin Robert Beachy – „Das andere Berlin“ – Das Buch zeigt, dass Deutschland einmal Vorreiter gewesen ist. Heute erscheint die Bundesrepublik innerhalb der westlichen Welt eher abgehängt.. Dazu der passende Film – in Erinnerung „Philadelphia“Zum Beitrag>>>>

Chrissys Tagebuch
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Omar Sharif Zur Erinnerung an Omar Sharif (+10. Juli 2015) „Doktor Schiwago“ als Buch von Boris Pasternak und als Film, Regie: David Lean – Zum Beitrag>>>
poet  Andrea Camillieri „Das Spiel des Poeten“ – Ein greises Geschwisterpaar in religiösem Wahn, das Schüsse abfeuert, sobald jemand sich der Wohnung nähert. Eine massakrierte ….. Zum Beitrag>>>
motel13  Der passende Film: „Motel Room 13“ – mit Robert de Niro – Zum Beitrag>>>>>
Ukraine  „Testfall Ukraine“ – Europa und seine Werte – Man lese nur die Beiträge der russischen Intellektuellen in diesem Band, die sich mit der repressiv-populistischen und imperialen Politik Russlands kritisch befassen……  Zum Beitrag>>>

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Apr 192016
 
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Buchtipp / Filmtipp: The Green Mile

Lesen Sie auch meine Reportagen in und um Erfurt>>>>>

Das Buch

Stephen King – „The Green Mile“, vor einiger Zeit geschenkt bekommen und in das Bücherregal gestellt. Es stand noch Anderes zum Lesen an…., und dann vergessen…. Bis es vor einigen Wochen der Zufall wollte, dass im Nachtprogramm eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders der gleichnamige Film mit keinem Geringeren als Oscar-Preisträger Tom Hanks in der Hauptrolle lief, bis nach zwei Uhr nachts. „Was, den kennst Du noch nicht?“ fragte mich mein schlechtes Gewissen, „nein, den kenne ich noch nichts, man kann ja nicht jeden Film kennen“, verteidigte ich mich, „aber nach diesem Top-besetzten und über alles beeindruckenden Film, werde ich mir bereits morgen das Buch zur Hand nehmen….“ Die Reihenfolge war zufällig aber goldrichtig, sagt man doch häufig, wenn man zuerst das Buch las und später den Film sieht: „Der Film enttäuschte mich…“ In diesem Falle kann ich nur feststellen, man muss es lesen und sehen!

Erich MielkeThe_Green_Mile

Lesermeinung: ….Es handelt sich hierbei um eine moderne Jesus-Geschichte (John Coffey = J. C. = Jesus Christus), bei der man sieht, das es wohl auch in der neueren Zeit möglich sein könnte, das gerade der Gute auf den elektrischen Stuhl muss.
John Coffey ist der Inbegriff des Guten, der einfach nur den Menschen helfen wollte und deshalb verurteilt wurde (J. Seibold).

Kurz zuvor las ich noch den jüngsten Bericht von amnesty international über verhängte und vollstreckte Todesurteile im Jahre 2015. In den USA wurden 28 Todesurteile vollstreckt, sieben weniger als im Vorjahr, wenn man aber, wie im Film dargestellt, die Qualen sieht, die ein Verurteilter erleiden muss, dann ist jede Vollstreckung eine solche zuviel, egal welche Methode angewendet wird. Und bleiben wir bei den USA: Statistiken seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahre 1976 besagen, dass ca. 10 % auf Justizirrtümern beruhen, also jeder zehnte unschuldig ist. John Coffey (im Film von Michael Clarke Duncan gespielt) wird am Ende hingerichtet und seine Geschichte, die, wie der Leser oben sehr richtig feststellt, an den Leidens-Gang Jesus Christus` erinnert, steht stellvertretend für alle, die, ob schuldig oder nicht, auf eine solch bestialische Weise um ihr Leben gebracht werden. Dies ist der größten und ältesten, modernen Demokratie nur unwürdig.

Der Film

mit Tom Hanks, David MorseMichael Clarke Duncan, Regie: Frank Arpad Darabont

John Coffey zwei Tage vor seiner Hinrichtung: „Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.“
Oscar-Preisträger Tom Hanks ist der Star in diesem ergreifenden Film über einen Mann, der in den 1930er Jahren zum Tode verurteilt wurde und heilende Kräfte hat. Als die Gefängniswärter seine besonderen Fähigkeiten entdecken, bekommen sie moralische Bedenken. Die Fabel von Stephen King hat Regisseur Frank Darabont wunderbar in Szene gesetzt. In weiteren Rollen: Sam Rockwell, Bonnie Hunt, Patricia Clarkson und Michael Clark Duncan.

„The Green Mile“ als Roman und Film bei Amazon – und mehr von Stephen King

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Mrz 202016
 
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Impressionen vom 23. Erfurter Entenrennen – 20. März 2016

Übersicht aller Reportagen>>>>>

Sonntag morgen, 08:00 Uhr, mitten in der Nacht für einen Sonntag, astronomischer und somit kalendarischer Frühlingsanfang, grauer Himmel, das Thermometer zeigt 4 Grad C, Frühlingsgefühle sehen anders aus, wobei die meinen bereits wenige Tage vor Weihnachten begannen, als der Studenten-Rasen im Garten zu blühen begann, den ganzen, so genannten, Winter über…. Normalerweise noch einmal herumdrehen, weiterschlafen…. ABER!!! DAS ERFURTER ENTENRENNEN – ein Highlight in der Stadt. Auto bleibt stehen, trotz spätwinterlicher Themperaturen, ab Frühjahr ist Fahrrad angesagt. Es weht ein leichter Nord-Ost-Wind, gefühlte Minus-Grade, auf dem Rad noch ein paar weniger….. Hier sind die Sieger>>>>

Traditionell startet das Rennen 11:00 Uhr im Luisenpark, Ziel ist die weltweit bekannte und nördlich der Alpen einzigartige Krämerbrücke (Bilder vom Krämerbrückenfest 2015). Nach Angabe des Veranstalters, Erfurter City Management, sind mehr als 6.000 Enten am Start, also wahrlich ein Massen-Rennen. Letzteres betrifft ebenso die Zahl der anwesenden „Enten-Trainer“ und Zuschauer, von denen sich mehrere Tausend  bereits im Luisenpark versammeln, während andere den Lauf der Gera bis zum Ziel hin säumen, mehr als 20.000 ist wahrscheinlich konservativ geschätzt. Wenigstens sind es mehr als auf den Rängen des Steigerwaldstadions, wo sich am heutigen Tag der FC Rot-Weiß Erfurt gegen den Chemnitzer FC mit einem „gelungenen“ 0:2 wieder etwas näher an die Abstiegsplätze heran „Kämpfte  und noch wesentlich mehr, als solch traditionelle Tage wie der 1. Mai auf die Beine bringen (1. Mai 2015 in Erfurt), ein wahrhaftiger Kult!

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Eine gute Stunde geht es auf der Gera durch die bevölkerte Erfurter Altstadt, entlang schick sanierter Häuser, vorbei an urigen Altstadt-Kneipen, in denen sich immer ein Besuch lohnt. Für die traditionsbeladene Karthäuser Mühle gab es allerdings keine Rettung, sie wurde vor einiger Zeit abgerissen.

Geradezu planmäßig, wenn man sich am Zeitplan richtet, trifft gegen 12:15 Uhr die Siegerin ein, abgekämpft erreicht sie die Ziellinie, dank einer fulminanten Leistung fast drei Minuten vor den Verfolgern und mehr als fünf Minuten vor dem Hauptfeld. Na wenn hier mal kein Doping im Spiel war???? Die Siederehrung findet später auf dem Anger statt, ohne mich…, brrrr, es war mir ganz einfach zu kalt! Aber wenigstens gab es Glühwein, zum Wetter passend. Hier sind die Sieger>>>>

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Mrz 182016
 
autor

Der Autor

Geboren irgendwann in den 50`er Jahren in Ostdeutschland („Ein Mann wird nie älter als 59“), Literaturliebhaber, der fast alles las, was in der DDR an Schriftstellern, vornehmlich aus dem Westen, verlegt wurde. Hemingway, Greene, Melville, Amado, Merle sowie die Großen aus der Gilde der historischen Romanschreiber, nicht ohne noch die Klassiker zu erwähnen und viele andere.
Nach Abitur und zwei Hochschulstudien verschiedene leitende Tätigkeiten in der Wirtschaft, nach der Wende selbständig.
Beschäftigte sich seit den 90`er Jahren nebenbei mit erotischer Fotografie, Ende des vergangenen Jahrtausends Verfasser mehrerer Drehbücher, 2014 erschien der dreiteilige Debüt-Roman „Chrissys Tagebuch“ , zuerst als eBook, seit März 2015 als Taschenbuch sowie ein Band erotischer Erzählungen mit dem Titel „Hemmungslos frivol“ als eBook und Taschenbuch. Im Juni 2015 mit „Dunkle Perlen“ das dritte Buch. Gegenwärtig Arbeit an dem Roman-Projekt „Land der Väter“ (Arbeitstitel). Erste Leseproben>>>>>

Chrissys Tagebuch Dunkle Perlan Hemmungslos frivol
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Ein wenig Satire darf nicht fehlen – Zur Übersicht aller Beiträge>>>>>

Politische (Kurz-) Biografie

Wie (fast) alle Sprösslinge der friedlich verstorbenen DDR Mitglied der Pioniere, später der FDJ (Freie Deutsche Jugend). Zugegebenermaßen gab es wenige, die sich dieser Mitgliedschaft verweigerten. Aber ohne die Zustimmung und Unterstützung durch das Elternhaus war eine solche Verweigerung schier unmöglich. Mit 17 Verpflichtung zum Studium an der Offiziershochschule der Marine, Gründe dafür werden im Roman „Land der Väter“ zu lesen sein. Vorausgeschickt sei nur soviel, dass es nicht der „sozialistische Ehrendienst an der Waffe“, wie man das seinerzeit nannte, war. 1974 Eintritt in die SED. 1977 – Beendigung des Dienstes als Leutnant. Ab 1978 – Ökonomiestudium als Fernstudium. Mai 1982 – Austritt aus der SED mit den für damalige Verhältnisse bekannten persönlichen Folgen. Hauptgrund war die im Rahmen einer seinerzeit leitenden Tätigkeit in der Wirtschaft gewonnenen Erkenntnis, dass der Wirtschaftskurs der DDR im Fiasko enden würde und die fehlende Möglichkeit, dies zu artikulieren. Ein weiterer Grund waren die Ereignisse in Polen am Ende der 70`er Jahre.

Ab Anfang 1989 Mitarbeit in einem regierungskritischen politischen Zirkel in Berlin. 9. November 1989 – Mitglied der Gründungsgruppe der SDP (Sozialdemokratische Partei in der DDR) in Erfurt und Wahl zum 1. Sprecher.

SPD

Die Gründung des Ortsverbands Erfurt wurde während der folgenden Donnerstags-Demo auf dem Domplatz bekannt gegeben. Da die Friedensgebete in Erfurt traditionell Donnerstags stattfanden, wurde dieser Tag, im Gegensatz zu Leipzig (Montags-Demo), zum Erfurter Protest-Tag.

Ende November 1989 wurde bekannt, dass die Regierungspartei SED einen Parteitag plant, während dessen ein grundlegender Kurswechsel beschlossen werden sollte. Es sickerte durch, man beabsichtige, die Partei in „Sozialistische Partei Deutschlands“, Abkürzung SPD, um zu benennen. Dies sorgte für Entrüstung. Was nie offiziell bekannt gegeben wurde, war eine Protestnote aus der damaligen SPD-Zentrale in Bonn an das ZK der SED. Es gab stundenlange nächtliche Telefonate (am Tag waren wegen der wenigen Leitungen Verbindungen so gut wie unmöglich) zwischen Vertretern der Ost-SDP und der SPD in der BRD. Während einer Zusammenkunft Thüringer Spitzenvertreter, an der Genossen aus Bonn teilnahmen, regte ich an, die SDP in der DDR in SPD in der DDR um zu benennen, was dann später erfolgte. Die Initiative dazu ging von Thüringen aus. In der Folge ein Telefon-Interview mit Radio DDR, in dem ich die Auffassung zu den SED-Plänen darlegte. Die schlechte Tonqualität bitte ich zu entschuldigen, aber so waren eben seinerzeit die Bedingungen beim Telefonieren (und die Stasi hörte des Öfteren mit, was man am Knacken feststellen konnte).

Zwei weitere high-lights:

Zum Vergrößern die Bilder anklicken

Das Interview können Sie hier nachlesen>>>>>>

Es war eine arbeitsreiche Zeit. Die Tage begannen sechs Uhr morgens und endeten nicht selten nach zwei Uhr nachts. Zu erkennen an den dunklen Augenringen aus einigen der folgenden Aufnahmen. Schon zeitig interessierten sich westdeutsche Medien für unsere Bewegung. Leider ist nicht mehr alles Material verfügbar, hier ein paar Impressionen. Die unverbesserlichen DDR-Nostalgiker sollten vielleicht die im folgenden Film sichtbaren Ansichten der Erfurter Altstadt in ihren Blick nehmen.

Mitglied der Initiativgruppe zur Vorbereitung der Gründung des Thüringer Landesverbandes der SPD am 27. Januar 1990 im Gothaer Tivoli. Programmatische Rede vor dem Parteitag, Wahl in den ersten Thüringer Landesvorstand der SPD.

Lebens-high-light: Begleitung Willy Brandts auf der Fahrt von Frankfurt/ M. nach Erfurt am 3. März 1990 anlässlich des 20. Jahrestages des Treffens Brandt/ Stoph in Erfurt.

Liste der Mitfahrer (Auszug aus dem Willy-Brandt-Archiv), Salonwagen für 12 Personen: Willy Brandt, Luis Ayala, Generalsekretär der Sozialistischen Internationale, Hans Eichel, damals noch OB von Kassel, später MP Hessen, danach Bundesfinanzminister, Dagmar Wiebusch, Pressestelle des SPD-Parteivorstands, später Sprecherin, Frank Meyer, SPD-Landesvorstand Thüringen

Beitrag in der Thüringer Allgemeinen zu 40 Jahre Willy Brandt-Treffen mit Stoph in Erfurt – 19. März 1970 – zu finden im Teil 2 – Zum Betrag>>>>>>

Beitrag in der Thüringer Allgemeinen zu der im Jahre 2012 aktuell geführten Rentendebatte im Deutschen Bundestag. Ob die SPD die später durchgesetzte „Flexi-Rente“ aus diesem Beitrag „geklaut“ hat, ist hingegen nicht bekannt. Zum Beitrag>>>>>

Beschäftigte man sich sein Leben lang, mehr oder weniger aktiv, mit Politik, so fällt es schwer, sich völlig davon zu trennen. Die turbulenten Ereignisse der Gegenwart zwingen zur Stellungnahme, ob man diese nun stets offen verkündet, oder nur im engeren Kreise vertritt. Die Welt, so wie sie ist, verlangt unser Engagement und wenn einige sich weniger engagieren, müssen dafür andere eben etwas mehr tun. In einem meiner Romane spricht einer der Hauptakteure dazu folgenden Satz: „…dass Vernunft, wie im Übrigen auch Intelligenz, unter den Menschen leider nicht gleichmäßig verteilt sei. Die Vernünftigen müssten somit einen Teil dessen, was die weniger Vernünftigen versäumen, wieder ausgleichen…..“ Hier noch ein Beitrag aus dem letzten Jahr, der zum Nachdenken anregen sollte…

Ihr Frank C. Mey

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Mrz 152016
 
dermarsch

Lange gesucht und endlich gefunden, passend zu einem der aktuellsten Themen unserer Zeit

„Der Marsch“

mit Malick BowensJuliet Stevenson, Regie: David Wheatley

Flucht und Vertreibung sind kein neues Thema (auf Beispiele kann hier sicher verzichtet werden), neu sind die Dimensionen und neu sind die extremen gesellschaftlichen und kulturellen Unterschiede zwischen den Herkunftsländern und den Fluchtzielen, die zu Spannungen führen, deren Ursachen und Wirkungen leider nur zu oft unterschätzt werden. Die Flüchtenden aus den ehemaligen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg waren Deutsche. Sie kamen aus einem zerstörten Land und gingen in ein ebenso zerstörtes Land. Die Lebensverhältnisse der Ankommenden unterschieden sich lediglich von denen der Anwesenden, dass letztere, waren sie von Bombardements verschont geblieben, ein Dach über dem Kopf hatten. Beide Seiten, Flüchtlinge wie Anwohner, standen vor einer gemeinsamen Herausforderung: Dem Wiederaufbau eines zerstörten Landes.

FluchtFlucht

Selbst die „Heimhole-Aktion“ der Russland-Deutschen durch die Bundesrepublik, die innerhalb von zehn Jahren (mit festen Jahres-Kontingenten!) über zwei Millionen Menschen betraf, erreichte nicht die Dimensionen, mit denen wir es derzeit zu tun haben, noch weniger die Massenflucht aus der ehemaligen DDR in die BRD im Sommer/ Herbst des Jahres 1989, aber selbst hier gab es nicht wenige, die von Überforderung sprachen.

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Zum Film – Klappentext

In weiten Teilen Afrikas ist eine ökologische und humanitäre Katastrophe ausgebrochen. Eine Gruppe hungernder Menschen macht sich auf den Weg nach Europa, um dort Zuflucht und ein besseres Leben zu finden. Unterwegs schließen sich immer mehr Menschen dem Treck an bis dieser zu einer Völkerwanderung anschwillt. Zu spät erkennen führende europäische Politiker, welche Sprengkraft der Marsch der Hungernden entwickelt. THE MARCH wurde 1990 produziert und galt seinerzeit als düstere Zukunftsvision. Nur 25 Jahre später sind die Geschehnisse dieses Films von unserer Realität eingeholt worden.

Paul Schumacher (Kundenrezension):

Bereits 1990 hatte Gladiator-Autor William Nicholson ein düsteres Szenario geschrieben, in dem hunderttausende Afrikaner Richtung Europa marschieren, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, bzw. um überhaupt zu überleben. Das Drehbuch wurde vom BBC aufwändig verfilmt. „Der Marsch“ erlebte seine deutsche Erstausstrahlung im Abendprogramm der ARD. Doch danach geriet der Film fast 25 Jahre in Vergessenheit. Jetzt ist das Thema brisanter denn je, denn die Zukunftsvision ist fast zu 100% so eingetreten, wie in dem Film vor mehr als zwei Jahrzehnten dargestellt. Ich habe mir den Film jetzt bereits zweimal angeschaut. Jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut. „Der Marsch“ ist nicht nur hochspannend inszeniert, sondern beantwortet auch viele Fragen, die in der aktuellen Flüchtlingskrise aufkommen. Wen das Thema nicht völlig kalt lässt, der kommt an diesem Film nicht vorbei. Mein DVD-Tipp des Jahres! Kaufempfehlung!

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Der Marsch
Der Ausgang der Landtagswahlen am 13. März diesen Jahres in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zeigt eindringlich die Brisanz einerseits und das Spaltungs- oder Polarisierungspotenzial, das dieses Thema inzwischen in unserer Gesellschaft herbei führte. Aus dem Stand erreichte eine Partei, die wegen ihres klar erkennbaren rechts-populistischen Profils nicht von jedem gewollt wird, der sie wählte, zweistellige Ergebnisse, in Sachsen-Anhalt wurde sie zweitstärkste Kraft im Parlament. Nun könnte man all jene beschimpfen, die AfD wählten, warum man hingegen, bevor man vorschnelle Urteile spricht, nachdenken sollte, zeigt ein Interview in der beliebten und kritischen ARD-Sendung „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg am 14.03.2016, wo eine studierte Humanistin und Unternehmerin, Brigitte Büttner, ihre Meinung sagt:

Die Sendung mit den Meinungen der anwesenden Politiker sehen Sie hier>>>>>

Die Arroganz der Macht…, viel zitiert, viel gescholten, oft zu Recht, bisweilen überzogen…
Ist es Arroganz, wenn die Kanzlerin, man könnte sie einen Fels in der Brandung nennen, konsequent einen Kurs verfolgt, der die Europäische Gemeinschaft verpflichten soll, ihre Werte und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen auf gemeinsame Schultern zu legen? NEIN! Selbst dann noch NEIN, wenn einzelne Wahlergebnisse eine andere Sprache zu sprechen scheinen. Andererseits kann man nicht jeden Politiker, der die zum Teil berechtigten Sorgen einiger Menschen, mehr als 50%, wie Statistiken zeigen, ernst nimmt, als ausländerfeindlich bezeichnen. Es gibt keine einfachen Antworten, Populisten sind jene, rechts wie links, die meinen, einfache Antworten in ihrem Portfolio anzubieten, Grenzen dicht ohne Rücksicht, rechts, Grenzen öffnen, links, die einen wie die anderen scheinen damit nur ein Ziel zu verfolgen, die Gesellschaft zu destabilisieren. Arrogant hingegen sind jene (und sie waren sogar in der oben genanten Sendung anwesend), die ehrliche und zudem sehr mutige Aussagen, wie die von Brigitte Büttner, in ihrem Gehalt herunterzuspielen versuchen.

Bereits lange vor der Zuspitzung der Flüchtlingssituation schrieb ich in einem meiner Bücher (Zitat, Seite 217: „Aber diese Fremdenfeindlichkeit oder diese Ressentiments waren nicht immer vordergründig Feindschaft, sondern oft Unbeholfenheit, vielleicht sogar ein wenig Angst vor dem Unbekannten, vor dem Fremden.
Ich lehne es noch heute ab, jeden pauschal zu verurteilen, der Vorbehalte Fremden gegenüber hegt und dafür gleich zum Ausländerfeind abgestempelt wird, wenn er solche äußert. Dort wo unterschiedliche Kulturen aufeinander stoßen, bleiben Reibungen oft nicht aus und dem, der schon immer an diesem, seinem Geburtsort lebte, steht zumindest das Recht zu, die Frage stellen zu dürfen, warum er sich derartigen Reibungen, die nicht immer schmerzlos verlaufen, freiwillig aussetzen sollte.“ („Dunkle Perlen“ ISBN 1514691442, Kauf als Taschenbuch oder eBook über meine Autorenseite bei Amazon>>>>> ) Leseproben finden Sie hier>>>>>>

Wie weit verbreitet man eine solche Arroganz, man könnte es auch den getrübten Blick auf die Realität nennen, vorfindet, hier noch an einem Beispiel, das ich im vergangenen Jahr erlebte, mit einem Kommentar des DGD-Vize Hessen/ Thüringen, Sandro Witt, den man durchaus als Politiker bezeichnen kann, mischt man sich doch sehr gern, gerade vom DGB aus, in die Politik ein. Ein Foto, aufgenommen am 1.Mai 1915, gegen 14:00 Uhr auf dem Erfurter Anger:

Meine Antwort darauf war folgende, auf die ich, auch das ist üblich bei dieser Art Politiker, keine Reaktion mehr lesen konnte: „Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist dumm, wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. Erkennen Sie jemanden auf dem Foto? Und was ist an einem Kommentar „eklig“, wenn er die augenfaellige Realität wiedergibt? Das Foto wurde gegen 14 Uhr aufgenommen und Ihr Ductus erinnert fatal an die Sprache des Extremismus. Welch Wunder, dass Sie nicht „Hetze“ verwendeten.“ Die Reportage zum 1.Mai 2015 in Erfurt können Sie hier lesen>>>

Nun gut, wir werden uns damit abfinden müssen, dass Arroganz oder mangelnde Fähigkeit, die Wirklichkeit so wahrzunehmen, wie sie ist und nicht so, wie man sie sich wünscht, ein nicht zu ändernder Mangel ist, der zu den „menschlichen Schwächen“ gehört, wie andere. Dass dieser Mangel bei Politikern überproportional hoch auftritt, scheint jedoch kein Zufall zu sein.

Und wir werden uns darauf einstellen müssen, dass Europa, wie es der Film „Der Marsch“ noch als düstere Zukunftsvision zeigte, für einen längeren Zeitraum Ziel von Fluchtbewegungen sein und bleiben wird. Die Unterscheidung von Flüchtlingen gemäß Genfer Konvention von solchen, die dem Hungertod entfliehen, wird dabei zunehmend schwerer sein, weil es völlig gleichgültig ist, ob Menschen der Tod durch Waffengewalt oder durch Hunger droht. Der Film lässt an seinem Ende die Antwort offen, ob die an der Küste eintreffenden Menschen mit Gewalt am Betreten des Landes gehindert werden oder nicht. Wir werden diese Frage, so lässt sich aus den Entwicklungen erkennen, demnächst beantworten müssen. Und wenn man bedenkt, von welchen Zahlen auszugehen sein wird, dann mag man meinen die Antwort stünde bereits fest…..

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Feb 282016
 
vertreibung

Vertreibung und Flucht – aus dem 1. Buch meines neuen Romans (Arbeitstitel: Land der Väter)

Die Leitgedanken zum Roman finden Sie hier>>>

Literatur und Film zum Thema>>>> 

Die Arbeiten zum Roman, dessen Titel inzwischen feststeht, gehen gut voran, der Rahmen steht, es werden drei Bücher sein, oder Kapitel, die in Zeiten handeln, die die jüngere deutsche, europäische und zu einem guten Stück die Weltgeschichte mitbestimmten.

Das erste Buch (Kapitel) ist gerade fertig geworden. Es befasst sich mit dem Schicksal der Familie, um die und deren Nachkommen es gehen wird, in der Zeit kurz vor dem Ende des Ersten Weltkrieges bis hinein in die ersten Jahre der Weimarer Republik. Handlungsorte sind West- und Ostpreußen sowie Mitteldeutschland. Flucht und Vertreibung – ein Thema, das uns gerade in der Gegenwart umtreibt und alle anderen politischen Inhalte geradezu zu überdecken droht. Daher ist die Betitelung des ersten Buches (Kapitels) nicht zufällig gewählt: 

Vertreibung und Flucht sind ein großes Unglück für alle, egal, welchem Stand sie angehören und egal aus welchem Grunde dies immer erfolgt

Damals wie heute gab es die einfachen Antworten, geprägt von Ideologien oder Religion, was am Ende ein und dasselbe ist. Die einfache Antwort in den Jahren nach 1917 war, der Adel habe es nicht besser verdient als von seinen Besitztümern vertrieben zu werden, Ausbeuter, die sich ihr ganzes Vermögen durch Raub und Mord zusammen raubten. Mit dem Dekret über den Grund und Boden, in dem jegliche Beschädigung des konfiszierten Eigentums als schweres Verbrechen bezeichnet wurde (Lenin, ausgewählte Werke in 6 Bänden, Band IV, Seite 28) war jeder Grundeigentümer, der nur versuchte, ein Pferd zu retten, ein Schwerverbrecher und wurde in der Regel vor Ort umgebracht. Die Dekrete des Oktoberputsches der Bolschwewiki lösten im Land eine Welle von Terror aus, den Lenin selbst als notwendig, als das Skalpell am Körper der alten Ordnung bezeichnete. „Schlagt die Kulaken tot…“, lautete der Befehl aus Petrograd.

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Die etwas kompliziertere Antwort, die einen Blick in die Geschichte liefert, gibt eine Ahne der Familie, die Baronin von Leutenberg, während einer Gedenkfeier mit den Verwaltern der Güter und weiteren Gästen am Neujahrstag des Jahres 1918.

Leseprobe 1. Buch:

  „Außerdem haben wir doch den Polen nichts weggenommen“, meldet sich die Baronin erneut zu Wort, „dieses Land gehört uns seit Jahrhunderten, unsere Vorfahren kämpften für den Orden, wofür sie belehnt wurden, sie haben Wälder gerodet, Sümpfe trocken gelegt, Straßen gebaut, sie nahmen Land in Besitz, das andere vor ihnen für unbewohnbar hielten. Einige der Ahnen unseres in Ehre gefallenen Barons kämpften für Litauen und bekamen dafür vom Großfürsten den Titel >Baron< verliehen, den zu tragen uns heute noch erlaubt ist und wie man an unserer Familie als lebendiges Beispiel sieht, können sich ehemalige Feinde sogar in Liebe vereinen.“ Preußen habe, was dieses Land beträfe, dem polnischen Staat lediglich einen Einflussbereich entzogen, während die Russen im Osten und die Habsburger im Süden tatsächlich von Polen bewohnte Territorien raubten und Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. „Selbst die Rechte polnischer Adliger wurden nicht angetastet, sofern sie bereit waren, dem Preußischen König zu huldigen und wir selbst haben nie einem Polen etwas Böses angetan“, ergänzt sie im Ton vollster Überzeugung.

  „Unseren Ahnen ging es im Übrigen ähnlich“, fügt sie kurz darauf hinzu, „als das Land nach dem Frieden von Thorn unter polnischen Einfluss fiel, mussten sie einen Treueeid auf den polnischen König Kasimir ablegen und wie ich bereits sagte, uns wurde nichts genommen, den Polen ebenso wenig.“

Die einfache Antwort der Gegenwart, nicht zufällig von Verfechtern linker Theorien verbreitet, ist die der „alleinigen Verantwortung des Westens“ für das Unglück im arabischen Raum, eine Antwort, die die inneren Ursachen völlig außer Acht lässt, ebenso die Rolle des so genannten „Ostblocks“ während der Zeit des Kalten Krieges, von dem aus weite Teile des arabischen Terrors finanziert wurden, wenn diese sich nur gegen Amerika richteten.

Besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Französischen Revolution, hier besonders nach Beendigung der Jakobiner-Diktatur, rieb sich die Welt die Augen und aus der Aufklärung, die mit dem bis dahin vorherrschenden religiösen Dogmatismus brach, entwickelte sich der Humanismus. Dasselbe geschah nach dem Ersten Weltkrieg, in dessen Folge mit der Gründung des Völkerbunds die ersten Grundlagen für eine Verhinderung derart verheerender Kriege gelegt werden sollten. Aber gerade in der Zeit des keimenden Humanismus wurden die ideologischen Grundlagen für eine neue „Religion“ gelegt, die den Terror zu einem legitimen Mittel für die Erlangung politischer Macht erklärte. Die Folge war ein noch verheerenderer Krieg, in dem es nicht mehr nur allein um die Erhaltung bestehender imperialer Interessen oder um die Neuerlangung derselben ging, sondern der ein Kampf der Kulturen werden sollte.

Was macht Vertreibung aus Menschen? Antworten finden wir heute in den Asylunterkünften, Antworten findet man früher in den Biografien derer, die Flucht und Vertreibung erleben mussten. Und selbst hier, wenn es um die Frage nach der Schuld geht, gestern wie heute, sind die einfachen Antworten in der Regel die Falschen.

Die komplizierteren Antworten beleuchten nicht allein die Interessen derer, die in der Geschichte die Ausgeplünderten, die Ausgebeuteten gewesen sein sollen, sondern ebenso die Lebensgeschichte derer, die oftmals allein durch ihre privilegierte Geburt in eine Rolle gedrängt wurden, aus der auszubrechen für die Mehrheit als undenkbar und als Verrat an den Traditionen gegolten hätte.



Leseprobe Königsberg in Ostpreußen, im Februar 1918:

  „Eure Treue in allen Ehren, verehrter Herr Oberst“, erwidert der General mit Hochachtung, „aber ich habe hier über die Zukunft einer Familie zu entscheiden…“, er hält kurz inne und fährt etwas leiser fort: „Oder über deren Reste, da darf es erlaubt sein, die Dinge realistisch zu sehen.“

  „Wie ihr wisst, verehrter Herr Oberst, war ich stets ein treuer Soldat im Dienste des Reiches und unseres geliebten Kaisers, aber jetzt entwickeln sich die Ereignisse in eine für das Reich fatale Richtung. Vielleicht sollten wir uns darauf vorbereiten, hier in unserem Ostpreußen, wo die Mehrheit der Deutschen noch hinter uns steht, im Bündnis mit unseren litauischen Brüdern einen Separatstaat zu errichten“, sein Blick bohrt sich in die ungläubig daher schauenden Augen seines Gesprächspartners. „Unsere Unterhändler in Brest-Litowsk werden den Bolschewisten Livland und Estland abtrotzen und die werden einen Teufel tun, sich mit Sowjetrussland zu verbünden, eher werden die an unserer Seite stehen. Kein verfluchter Franzos` und kein Brit` wird es je wagen, seinen Stiefel in dieses, unser geheiligtes Land, zu setzen. Ihr seid Protestant, wir sind Katholiken, aber was zählt das, es ist unser Aller Land!“ Der General spricht voller Emotionen und wird zum Ende seiner Worte hin zunehmend lauter.

  „Ihr denkt an Putsch, Exzellenz, das wäre Hochverrat“, unterbricht ihn der Oberst.

  „Putsch?“ fährt ihn der General an, „Putsch gegen wen, Herr Oberst von Redtwiz?“ Beide starren sich in die Augen und der General schnauft in seiner Rage, in die er sich gerade hineinredet. „Putsch gegen diese Sozialisten, die sich zunehmend anschicken, die Macht an sich zu reißen und jetzt schon von Republik faseln? Der Kaiser hat kaum noch Macht, der Generalstab schaltet und waltet nach Gutdünken und die Moral im Reich zerfällt, also Putsch gegen wen?“

  Der Oberst gerät ins Wanken. „Noch existiert  eine Ordnung, Herr General, der wir uns unterzuordnen haben…“, erwidert er kleinlaut, „aber vielleicht habt ihr Recht und man sollte bereits sein, im Fall der Fälle“, gibt er schließlich zu.

  „Wir müssen unseren Blick gen Osten richten“, setzt der Hausherr zu einer weiteren Rede an. „Schaut, was für ein verlogenes Pack dabei ist, in Russland die Macht zu übernehmen. In Brest-Litowsk faseln sie vom Selbstbestimmungsrecht der Völker und kaum errang die Ukraine ihre Unabhängigkeit, dringen ihre roten Bataillone über deren Grenze vor und führen Krieg. Weniger als ein Viertel der Russen wählte im vergangenen November die Bolschewiki, was macht dieser Trotzki, der unseren Unterhändlern ständig von den hehren Absichten seiner Regierung erzählt? Er lässt die Wahlen für ungültig erklären und setzt Räte ein. Diesem Geschwür muss man den Nährboden entziehen, bevor es sich weiter ausbreitet, die Menschen, die unter diesem Krieg leiden und hungern, sind nur allzu bereit, auf diese Leute hereinzufallen.“ Er schnappt mehrmals kurz nach Luft und schüttelt sich, bricht danach in lautes Lachen aus.

  „Obwohl ich manchmal zu glauben geneigt bin, dass die sich in Bälde selbst wieder abschaffen. Sie ermorden nicht nur den Adel, selbst das Bürgertum schaffen sie ab und wer nicht umgebracht wird, der landet in Lagern. Wer zum Teufel soll in diesem Land je eine Wirtschaft aufbauen?“ Der General schlägt sich lachend auf die Schenkel. „Aber nichts desto trotz, mein lieber Redtwiz, man darf die nicht unterschätzen und wenn wir verhindern, dass denen irgendjemand das Tor öffnet, dann ist das kein Putsch sondern unsere patriotische Pflicht!“ Der General gießt zwei Gläser Rotwein ein und beide trinken schweigend.

Die Wahrheit ist oft anders und verbietet die einfachen Antworten, die nicht selten von den größeren und kleineren Lügen der Geschichte geprägt werden. Sehen Sie dazu auch nachfolgenden Film:

Freundlichst Ihr F. C. Mey – Zu Meinungen oder Ansichten nutzen Sie die Kommentar-Funktion der Beiträge oder das Kontaktformular>>>>>

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