Verlorene Generationen – Hoffnung – F. C. Mey (2022)

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Flucht und Vertreibung – Ein Familienroman

Frank C. Mey – Verlorene Generationen – Teil I Die Herkunft – Leseproben

Es gibt keinen gerechten Krieg, Kriege sind immer ungerecht, weil sie Menschen das Leben kosten, die den Krieg nicht bestellt haben – verlorene Generationen …

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Verlorene Generationen

Flucht und Vertreibung – ein großes Unglück für alle davon Betroffenen, egal welchem Stand sie angehören, egal aus welchem Grunde und wann dies auch immer geschieht. Heute? In den Tagen, da dieses Buch erscheint, befindet sich ein Volk im Herzen Europas die fünfte Woche inmitten eines Vernichtungskrieges, den, in seinem Ausmaß, niemand voraussehen wollte. Obgleich der, der ihn vom Zaune brach, seit Jahren keinen Zweifel daran ließ, was er mit diesem Kontinent vor hat. amazonvideo

Lina Mälzer

verlorene_generationen_frank_c_mey_leseprobenBis zu ihrem Tode saß sie stets an der Stirnseite des Esstischs in der Küche der kleinen Wohnung, die man ihr nach dem zweiten großen Krieg zugebilligt hatte. Eine Wohnküche, wie man es seinerzeit bezeichnete. Ein Tisch, acht Stühle, ein Kohleherd, ein Küchenschrank, daneben ein schmales Sofa, unter dem Fenster die Nähmaschine, mit deren Hilfe sie die schmale Rente aufbesserte, solange die Gesundheit das zuließ.
Das frühere Wohnzimmer, die gute Stube, die man nur dann benutzte, wenn geschätzter Besuch kam, wurde mit einer Wand in zwei Räume geteilt.

Das Bücherregal als Schatzkiste

Der eine ihr kleines Schlafzimmer mit einem Bett und einem Kleiderschrank darin, das andere bewohnte der Sohn, solange er bei ihr lebte, der Nachzügler, geboren wenige Monate vor Kriegsbeginn. Die Möbel aus dem früheren Wohnzimmer, soviel hinein passten. Die Couch, ein runder Tisch mit vier Stühlen, eine Vitrine, ein Bücherschrank. Später bewohnt vom Enkel, wenn er sie in den Ferien besuchte. Für ihn wurde das Bücherregal zur Schatzkiste.
In die restlichen Räume des Hauses, die man zu separaten Wohnungen abgeteilt hatte, wies man „Evakuierte“ ein. So nannte man die Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten des Reiches, das nun endgültig in Trümmern lag.

Mit leuchtenden Augen

Von da, wo auch sie einmal herkam, doch geschah das bereits nach dem ersten großen Krieg, nicht weniger furchtbar.
An der Stirnseite des Esstisches, der Eingangstür gegenüber, und immer dann, wenn die Haustür ging, deren Scharren man bis in die Küche hinein hörte, hob sie abwartend den Kopf …, mit leuchtenden Augen, stets die Frage in ihr faltenreiches Gesicht geschrieben, wer wohl gleich die Küchentür öffnen werde.

Bis zum Tode

In den letzten drei Jahren vor ihrem Tode, war sie bereits schwer dement. Wenn sie in all den Jahren davor allein in ihren Gedanken darauf hoffte, ihr nach dem Krieg als vermisst gemeldeter Ehemann würde jeden Moment in der Tür stehen, so sprach sie in diesen letzten Jahren, egal, wer eintrat, stets seinen Namen aus: Fred.
Auf demselben Stuhl fand man sie eines Tages, tot, Kopf und Arme auf der Tischplatte abgelegt …
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Leseproben

Teil I des Dreiteilers führt Sie in die Zeit etwa ein Jahre vor Ende des Ersten Weltkrieges bis zu Beginn der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Zu Beginn des Jahres 1918 halten viele den Krieg bereits für verloren, erste polnische Gebietsforderungen werden bekannt. Deutsche, die seit Jahrhunderten in Westpreußen leben, bangen um ihre Existenz. Doch nicht allein dort, selbst in Ostpreußen, in Königsberg, teilt man die Sorgen.

Das Schicksal von Millionen

Nicht allein wegen polnischer Ansprüche, nach Ende des Krieges rücken Truppen der neu formierten Roten Armee bis dicht an Preußens Grenzen vor. Ein mutiger General, Patriot, seit Kriegsbeginn pensioniert, organisiert die Aufstellung erster Freikorps und Landwehrverbände. Dessen Schützling, die Baroness Lina von Leutenberg, die hin und her schwankt, ein Zurück in die Heimat gibt es nicht, wird sie das Schicksal von Millionen anderer, die ihre Heimat verloren, teilen müssen? amazon_audible

1. Januar 1918

Westpreußen – Gut des Barons Albrecht von Leutenberg.
Die Familie lädt traditionell am Neujahrstag benachbarte Grundbesitzer, Bauern sowie die leitenden Angestellten der Güter und Freunde zu einem Festessen ein. Die Stimmung getrübt, nicht allein weil seit Tagen eine dichte Wolkendecke, die tief über der verschneiten Landschaft hängt, das Gefühl vermittelt, der Pulverdampf der Herbst-Kämpfe an der Ostfront habe sich wie ein durchnässtes Handtuch, schwer und wabernd, über die Köpfe der Menschen hinweg gespannt, was selbst das Atmen zur Last werden lässt.
Doch nicht allein das Wetter bedrückt, der seit 1914 tobende Krieg, der größte, den die Welt bis dahin kennenlernte, riss tiefe Wunden in zahlreiche Familien.

Angst
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Westpreußen 1914

Die wehrfähigen Männer stehen überwiegend an den Fronten, liegen verwundet in einem der zahlreichen Lazarette oder fielen bereits dem Krieg zum Opfer. Die kurzzeitige Hoffnung auf Heimkehr der Überlebenden nach dem Waffenstillstand an der Ostfront, der Mitte Dezember 1917 in Kraft trat, zerstob schneller als manch einer hoffte, da die Verbände in ihren Einsatzgebieten verbleiben.
„Ich meinte, dass für den Fall, der Krieg ginge verloren und es kämen Gebietsansprüche seitens der Polen an Deutschland, vielleicht die Ehe eurer Tochter mit einem polnischen Grafen nicht gerade von Nachteil sein dürfte“, gibt Frau Rummelsburg ihren Gedanken schließlich preis. Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Vergeltung

Sie wisse von ihrem Gatten, der Kontakte zu polnischen Lieferanten unterhalte, dass es im Generalgouvernement bereits derartige Überlegungen gäbe. Zumindest sei die Stimmung außerordentlich schlecht, nicht zuletzt wegen des Drucks auf die Bevölkerung wie deren Verpflichtung, sich an den deutschen Kriegslasten zu beteiligen. Zahlreiche Polen forderten zudem Vergeltung für die mehrmalige Aufteilung des Landes unter Preußen, Habsburg und Russland.
„Nicht wenige, besonders Vertreter der Wirtschaft und des Handels, fordern einen polnischen Zugang zur Ostsee, der beträfe genau unsere Gegend, weil Danzig der einzige große Hafen wäre, der in Frage käme.“ Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Die Baronin

„… Das wissen wir alles, meine Liebe, aber was sollte uns passieren?“, unterbricht die Baronin den Redeschwall der Tischnachbarin. „Hier wohnen mehrheitlich Deutsche, die Polen und Kaschuben brauchen uns, außerdem leben wir seit Generationen in Frieden mit unseren polnischen Nachbarn, geben ihnen Arbeit, beteiligen uns an der Finanzierung gemischter Schulen, die unsere Kinder in den ersten Jahren gemeinsam mit polnischen Kindern besuchen. Unsere Kinder sprechen Deutsch und lernen Polnisch, unsere Väter wie deren Söhne dienten in den Jahren, die wir unter polnischer Hoheit standen, in polnischen Armeen.

Zuversicht

Wir kämpften stets für dieses, für unser Land, egal an welchen Herrscher wir unsere Steuern zahlten, und wenn unser Herrgott jemals herab auf diese Erde steigen sollte, dann wird das hier in unserer geliebten Heimat sein …
„Außerdem haben wir den Polen nichts weggenommen“, meldet sich die Baronin abermals zu Wort, „dieses Land gehört uns seit Jahrhunderten, an uns übertragen von denen, die hier seinerzeit die Herrschaft ausübten. Unsere Vorfahren haben Wälder gerodet, Sümpfe trocken gelegt, Straßen gebaut, sie nahmen Land in Besitz, das andere vor ihnen für unbewohnbar hielten.“ Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Menschen vertrieben

„Wir haben dem Orden gedient, später, nach Tannenberg, den Polen. Einige der Ahnen unseres in Ehre gefallenen Barons kämpften für Litauen, dafür bekamen sie vom Großfürsten den Titel >Baron< verliehen, den zu tragen uns bis heute ehrt …“ Preußen habe, was dieses Land betrifft, dem polnischen Staat lediglich einen Einflussbereich entzogen, während die Russen im Osten wie die Habsburger im Süden tatsächlich von Polen bewohnte Territorien raubten und Menschen aus ihrer Heimat vertrieben … Verlorene GenerationenAlles lesen>>>

Königsberg
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Menschen auf der Flucht

Januar 1918
Zwei Tage später in der Villa der Gastgeberfamilie, bei der Lina von Leutenberg untergebracht wurde. Freunde der Familie des gefallenen Barons, deren Wurzeln in Preußisch-Litauen liegen, die aber seit Generationen in Königsberg leben. Der Hausherr, ein pensionierter General der preußischen Armee, dessen Gattin, Martha, Spross einer aus den südlichen Masuren stammenden, begüterten polnischen Adelsfamilie. Deren Vorfahren, von niederem Adel, arrangierten sich nach der letzten polnischen Teilung mit den preußischen Besatzern, somit gelangten sie zu Ansehen und Reichtum. Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Freundinnen

Mit im Haus an diesem Tage die zweiunddreißigjährige Tochter Emilie von Trotta, deren Gatte Rudolf wenige Wochen nach dem Tod des Barons ebenfalls fiel. Lina von Leutenberg freundete sich nach ihrer Ankunft in Königsberg schnell mit der sympathischen wie redseligen Tochter an. Inzwischen gibt es kaum mehr Geheimnisse zwischen den beiden Damen, ungeachtet des Altersunterschieds oder vielleicht gerade wegen desselben. Lina bezeichnet Emilie gern als ihre mütterliche Freundin, weil sie tatsächlich in ihr einen, wenn auch nicht völlig vollwertigen Ersatz ihrer leiblichen Mutter fand. Beide hüten sie ein weiteres Geheimnis, das ihrem freundschaftlichen Band zusätzlichen Halt verleiht … Weitere Leseproben finden Sie hier>>>

Der General
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Deutsch Eylau

Auf den Oberst gestützt, begibt sich der General schweren Schrittes auf den Hof der Kommandantur, wo ein Bursche bereits mit den Pferden bereitsteht. Und schon auf dem Ritt kehrt der General in die gewohnte aufrechte Haltung zurück, seine donnernde Stimme übertönt das Hufgeklapper der Pferde auf dem Jahrhunderte alten Königsberger Kopfsteinpflaster.
Er schimpft auf das Sozialistenpack im Berliner Reichstag, über den Regimentskommandeur, der nicht den Schneid besäße, ohne Rückendeckung von oben eine Strafexpedition zusammenzustellen, mit den nötigen Befehlen ausgestattet, über die Schwächen in der Obersten Heeresleitung, als trügen die die ganze Schuld an dem furchtbaren Unglück. Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Habt ihr die Baroness bereits informiert?

Nachdem sie beide, im Haus angekommen, sicher sein können, dass kein unbefugtes Ohr mehr zuhört, über den schwachen Kaiser in Berlin, dem die Zügel völlig aus der Hand zu gleiten scheinen.
„Diese Schießbudenfigur wechselt lieber dreimal am Tag wie eine Primaballerina die Uniform oder vergnügt sich mit seinen Schauspieler-Huren im Adlon, als sich lieber um die Staatsgeschäfte und den Krieg zu kümmern.“
Polternd betritt der General, gefolgt vom Oberst, die Halle, wo ihn die Gattin, die mit gefalteten Händen auf und ab geht, bereits erwartet. Eine Bedienstete nimmt den beiden Herren die Mäntel ab.
„Habt ihr die Baroness bereits informiert?“ Die Hausherrin schüttelt aufgelöst den Kopf … Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Umsturzpläne

verlorene_generationen_frank_c_mey_leseprobenSo wie sich die Lage Anfang des Jahres 1918 darstelle, glaube er (der General, Anm. Aut.) nicht mehr an einen Sieg.
„Wenn das Reich diesen Krieg verliert, werden die Polen uns im Bündnis mit den Briten und Franzosen zermalmen, dann wird nicht viel übrigbleiben von unserem stolzen Preußen, von Redtwitz, oder haben sie da eine andere Meinung?“
Der Oberst schüttelt verhalten den Kopf, er kennt die Meinung des Generals, gehört er doch, ebenso wie der, einer Gruppe von Militärs an, die zu einem Putsch bereit wären, weil sie die Überlegungen des Generals teilen. Doch er verhält sich bisweilen skeptisch, ob sich diese Pläne umsetzen ließen.

Wir geben den Polen die Provinz Posen zurück

Seine, des Generals, Überlegung, mit Unterstützung aus Teilen des polnischen Adels, sei grob zusammengefasst die gewesen: Unabhängigkeitserklärung Preußens, Bündnis mit Polen gegen Russland beziehungsweise gegen die Bolschewisten, Separatfrieden mit Frankreich und Großbritannien.
„Wir geben den Polen die Provinz Posen zurück, zugleich räumen wir ihnen über Pommerellen einen Korridor zur Ostsee ein. Einzige Bedingung: Garantie der Sicherheit sowie der Interessen der deutschen Bevölkerung in den betroffenen Gebieten. Insbesondere Schutz des Eigentums. Wie sie sich im Süden mit den Habsburgern auseinandersetzen, soll ihr Problem sein.“ Weitere Leseproben finden Sie hier>>>

Schwere Mission

„Jetzt lasst uns dieses traurige Kapitel abhandeln“, der General mit belegter Stimme in Richtung seiner Gattin, die ihr Gebet abbricht.
Der Oberst zieht sich mit Verweis auf den streng familiären Charakter der bevorstehenden Zusammenkunft zurück.
[…] Die Baroness nickt oder schüttelt ungeduldig den Kopf, bis er plötzlich wie angewurzelt stehen bleibt, den getrübten Blick auf die junge Frau gerichtet:
„Baroness, etwas Furchtbares ist geschehen …“ Verlorene Generationen – Alles lesen>>>

Text Copyright © 2022 Frank C. Mey
Cover Copyright © 2022 Frank C. Mey
Erfurt, Germany
Alle Rechte vorbehalten
ISBN Hardcover 97984383988285762
ISBN Taschenbuch 979843750

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Empfehlung

verlorene_generationen_die_vergessene_frontPreußen – das vergessene Land, die Worte stehen am Anfang des Prologs zum Roman. Liest man vom Ersten Weltkrieg, dann geht es um die Schlachten, um das Massensterben an der Westfront, dabei war der Krieg im Osten nicht weniger grauenvoll.

Die vergessene Front

Mit dieser beschäftigt sich das Militärgeschichtliche Forschungsamt Potsdam (MGFA), speziell mit den ersten beiden Jahren des Krieges im Osten, der in der Forschung bislang kaum behandelt wurde. Die Verfasser des Buches verfolgen drei miteinander verbundene große Themen: Die Kampfhandlungen an der Ostfront in den ersten beiden Kriegsjahren; – die erlebte Kriegswirklichkeit und die Verarbeitung der Kriegserfahrung an der Front und in der Heimat. Eine Abhandlung, die sich so spannend liest wie ein Roman.


Verlorene Generationen – Die Intentionen für die Hintergründe des Romandreiteilers finden Sie hier>>>

Filmtipp

They_Shall_Not_Grow_OldZu guter Letzt – Zu Verlorene Generationen, ein Filmtipp: „They Shall Not Grow Old“. Beeindruckende Bilder in hoher Qualität von den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkriegs. Ein Dokumentarfilm von Peter Jackson, der 100 Jahre später mit nie zuvor gesehenem Material an das Ende des Ersten Weltkrieges erinnert.

Krieg ist grauenvoll

Der Film wurde veröffentlicht während des London Film Festival 2018. Bei Peter Jackson handelt es sich um keinen Geringeren als den Regisseur von „Herr der Ringe“, um wohl den bekanntesten seiner Filme zu nennen.
Der Dokumentarfilm zeigt britische Soldaten im Krieg und in der Heimat. Jackson selbst sagte über den Film: „Krieg ist grauenvoll – wir wollten ihn nicht grauenvoller machen als er ist. Aber wir wollten ihn auch nicht verharmlosen.“
Leider ist er nur in englischer Fassung verfügbar, wie auch der Trailer:

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Hank Hennings tänzelt ungeduldig vor dem Kaffeeautomaten hin und her, während sich die erste Tasse füllt. Lisa Sänger indes genießt ihre sichtliche Überlegenheit, ohne auch nur die Spur Hohn oder Überheblichkeit zu empfinden. Genau genommen tut er ihr leid, sie zählt ihn nicht zu dieser Art Machos, die meinen, jede Frau gehöre ihnen. Er hat etwas an sich, das ihn völlig unaufdringlich anziehend erscheinen lässt. Allein darin lag ihr Grund dafür, dass sie ihn gewähren ließ an diesem Abend, dass sie die Einladung überhaupt erst annahm. Doch schon einen winzigen Augenblick bevor sie das Attribut seiner Männlichkeit spürte, ließ ihre Lust bereits nach, und sie stellte mit Entsetzen fest, dass es allein die Neugier war, die sie in seine Arme trieb, nicht der Wunsch, mit einem Manne zu schlafen. Sie gab sich Mühe, ihn das nicht spüren zu lassen und sie wies ihn nicht einmal zurück, als er sie zu späterer Stunde ein zweites Mal begehrte.
2021_roman „Wo ist der Türdrücker, verdammte Scheiße?“ Der glatte Fliesenfußboden bietet keinen Halt, schon gar nicht, wenn man Hausschuhe mit Filzsohlen trägt. Nie wieder, zum Teufel, Hausschuhe mit Filzsohlen! Frank Mälzer flucht, was war gerade passiert? Wände haben keine Griffe, man kann sich an nichts festhalten, noch aufrichten, dasselbe mit der Wohnungstür, scheiß Wohnungstür!
Hätte ich jemals geahnt, dass mir so etwas passieren könnte, nie hätte ich Hausschuhe mit Filzsohlen gekauft, noch wäre ich in eine Wohnung eingezogen, mit einer Eingangstür glatt wie eine Rutschbahn und an deren Wände keine Griffe montiert sind, denkt er in seiner Not. Doch wer montiert schon Griffe an Zimmerwände?
Er kann noch denken!
Beim ersten Mal an diesem warmen Frühlingstag, als sie sich beide auszuruhen gedachten für die Rückfahrt nach München, folgte sie ihm von der Couch, wo sie vorher lange miteinander sprachen, in sein Bett. Sie könne allein nicht einschlafen, sagte sie schmollend, während sie vor seinem Bett stand, wo sie ungeduldig und voller wonniger Erwartung, die jugendliche Hitze wie ein verzehrendes Feuer in ihrem Leib, von einem Bein auf das andere trat.
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Autor: Frank C. Mey

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