Unglaublich aber wahr – Januar 2021

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Wenn Roboter entscheiden was gut ist

Unglaublich, die Machenschaften von Facebook & Co.

Unglaublich – Oder warum kommen sich mehr und mehr Menschen von Medien und solchen, die als solche wahrgenommen werden, verarscht vor?

Unglaublich aber wahr

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mir nicht nur einmal die Frage stelle: „Warum tust du dir das an?“ Gemeint ist das Lesen und Beantworten diverser Kommentare in den so genannten sozialen Netzwerken zum Reizthema Nr. 1 der vergangenen Monate, der Corona-Pandemie, die in den Augen zahlreicher Zeitgenossen nichts anderes als eine gewöhnliche Grippewelle sein soll. Da kann man Argumente dagegen bringen so viele man will, es nützt nichts. Ein anderer Beitrag zum Thema>>>

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Roboter treffen Entscheidungen

Nicht allein, dass vielleicht der eine oder andere Nutzer dieser dubiosen Dienste auf Falschmeldungen hereinfällt, oft weil sie seinem vorgefassten Weltbild entsprechen oder dem angestauten Frust, aus welchem Grunde auch immer, Nahrung bieten. Nein, hier wird gelogen, dass sich die Balken biegen, was im Übrigen nicht mehr durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist. Nur wer entscheidet, ob dem so ist oder nicht – Roboter? Bei Facebook deutet einiges darauf hin, dass man sich darauf verlässt. Menschen sind nun einmal teurer und Kostenoptimierung steigert den Wert der Aktien, da darf die Wahrheit, oder nennen wir es lieber Fakten, Tatsachen, da dürfen Tatsachen schon mal auf der Strecke bleiben – unglaublich aber wahr.

Facebook löscht Kommentar

Unglaublich – und nicht einmal das, angebunden an die Löschung eine dreitägige Sperre wegen Verstoßes gegen die allgemeinen Verhaltensregeln. Es ging um Fähigkeit oder Unfähigkeit einer Landesregierung und um die Legitimität demokratischer Wahlen (zur Erinnerung: das hatten wir gerade in den USA und so wie Trump über Betrug bei den Briefwahlen wetterte, so wettern inzwischen deutsche Politiker über dasselbe. Wen wundert es, dass dieselben das AfD-Parteibuch in der Tasche tragen?) Bild links Teil des Verlaufes. Falls jemand die Texte nicht ordentlich lesen kann, hier noch einmal leserlich:

Der Dialog
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Ein Kommentator schreibt, unter Bezugnahme auf die Legitimität einer Wahl:
und wie war das mit der Wahl zum thüringischen Ministerpräsidenten ?
Meine Antwort: da hat eine demokratische Mehrheit, in Gedenken an Thüringen 1924 und Deutschland 1933, verhindert, dass rechts-nationale Kräfte Einfluss auf die Politik bekommen. Wohl bemerkt, ich verwende nicht das Wort Nazis, obgleich bei Bernd Höcke nicht viel fehlt.
Darauf der Kommentator: man kann es sich auch schönreden. Der größte Teil der AFD sind keine Nazis, sondern normale deutsche Staatsbürger, die ein Herz für Deutschland und dessen Kultur haben.
Und nun mein von Facebook gesperrter und mit Sanktionen belegter Kommentar: da haben Sie nicht ganz Unrecht, oberflächlich betrachtet. Ich verwende ja auch bewusst nicht das Wort Nazipartei oder Faschisten, weil die AfD wenigstens noch in der Wahrnehmung demokratisch erscheint. Nur dass diese „ganz normalen deutschen Staatsbürger“ einen, der schon in Gestik und Mimik Goebbels imitiert (wie z. B. Kalbitz gern wie Himmler aussieht), zu ihrem Vorsitzenden wählen, ist sehr bedenklich. Da liebäugelt man doch schon. Und wenn man sich die Rhetorik einiger dieser „ganz normalen deutschen Staatsbürger“ z. B. hier auf FB durchliest, dann kann einem schon das Gruseln kommen (hängt sie an den nächsten Baum). Von solchen „ganz normalen deutschen Staatsbürgern“ möchte ich nicht regiert werden.
Bild rechts – Meldung von Facebook – mein Einspruch gegen die Sperrung wurde zurückgewiesen

Regelwidrig, ja oder Nein?

Nun frage ich mich ganz besorgt, was an diesem Kommentar regelwidrig sein sollte? Die Vergleiche Höcke mit Goebbels oder Kalbitz mit Himmler? Auf das Nebeneinanderstellen von Gesichtsfotos der genannten Herren und der legitim verurteilten Kriegsverbrecher (beide haben sich durch Selbstmord der Strafe entzogen) verzichte ich an dieser Stelle, da ich keine von mir selbst gefertigten Fotos der Herren Goebbels, Verzeihung Höcke und Kalbitz besitze und mich nicht dem Vorwurf der Bildrechtsverletzung aussetzen möchte. Wer das möchte, der findet genügend Bilder im Web. Oder war es etwa der Verweis, in Klammern gesetzt, auf diverse Kommentare, wie man sie gelegentlich auf Facebook lesen kann (hängt sie an den nächsten Baum)? Kommentare, die im Übrigen nicht oder nur höchst selten gelöscht werden. Unglaublich. Der Leser möge selbst urteilen.

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Aufruf zum Betrug

Es liegt wenige Tage zurück, da erschien auf Facebook eine Werbeanzeige – Bild links – „Entspannter Nebenverdienst von 600 – 1.800 Euro/ Monat! Aufgabe: FB-Posts kommentieren. Bezahlte Kommentare, was nichts anderes bedeutet, als dass man, ob kommerzielles Angebot (Produktwerbung) oder Politikansatz einer Partei oder was auch immer mit vorgefertigten und mit Sicherheit positiven Kommentaren versieht. Das ist Betrug! Unglaublich, oder? Nein, beileibe nicht.

Manipulierte Werbung

Ich habe diese „Anzeige“ bei Facebook gemeldet, keine Reaktion. Da fragt man sich, warum? Verdient Facebook vielleicht auch daran? Manipulierte Produktwerbungen bringen dem Werbenden Geld, umso mehr Geld er auf der Plattform verdient, umso mehr gibt er für Werbung aus – die Plattform verdient, und allein das ist das Ziel. Geldverdienen ist legitim, aber durch Betrug und Manipulation?

Kauf positiver Bewertungen

Der Verdacht liegt zumindest nah, wenn man sich anschaut, was, vom Internetzwerg bis zum -giganten im Web so angeboten wird. Gibt man bei beliebigen Suchmaschinen den Suchsatz: „Kauf von positiven Bewertungen“ ein, so erscheint eine endlos lange Latte an Einträgen (Bild rechts). Ich verzichte auf die Wiedergabe der Inhalte, wer Interesse hat, kann das selbst überprüfen. Aufruf zum Betrug und alle Anbieter haben Domains mit Registrierung in Deutschland! Frage: warum wirft man solche Angebote nicht aus dem Index? Unglaublich, oder? Antwort: vielleicht weil man daran verdient, so wie bei der:

Die Klick-Masche einer Suchmaschine

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Welche? 😉 Der eine oder andere wird sich an SPAM-Mails erinnern, mit diesem oder ähnlichem Inhalt: Einfach und schnell Geld verdienen mit Klicks auf Werbebanner. Der simple Trick: Ein Dienst verkauft über seine Plattform Suchbegriffe an Gewerbetreibende Klicks für X-Euro oder Cent pro Klick, je nach Wertigkeit des Suchbegriffs. Daran verdient man Geld, viel Geld, doch das genügt nicht. Strohmänner gründen Firmen, die Menschen rekrutieren, die wiederum planlos Banner anklicken ohne auch nur die Spur Interesse an den Angeboten zu haben. Ergebnis: die gekauften Klicks werden sinnlos aufgebraucht und der Kunde muss schneller nachkaufen als nötig gewesen wäre, der Dienst verdient doppelt.
Dieser und ähnliche Tricks wurden von Wettbewerbsbehörden aufgedeckt und die Betreiber zahlten Millionen an Strafen, doch genügt das? Der nächste Betrug liegt bereits in den Retorten der Entwickler, wie man sieht. Unglaublich, oder?

Markt oder Manipulationsmaschine?

So könnte man es nennen, doch wie kann man sich schützen? Indem man versucht, das System zu verstehen. Der Markt – ein Ort, den man aufsucht, um etwas zu kaufen. Früher einzig körperlich vorhanden, heute zunehmend virtuell. Man kann hingehen, man muss aber nicht. Und wenn man doch muss, weil es dort und eben nur dort auch Dinge gibt, die man benötigt, sollte man allein das mitnehmen was man benötigt. Kaufen Sie nie etwas, weil anderes es kaufen oder vorgeben, es zu kaufen. Tun Sie nie etwas, weil andere es tun oder vorgeben, es zu tun. Und seien Sie vorsichtig, wenn ein Händler oder ein Hersteller Ihnen sagt: „Das musst du kaufen!“ Das verhält sich wie das Gleichnis mit dem Bock und dem Gärtner. Fragt der Gärtner den Bock: „Was soll ich im Garten anbauen?“ Erwidert der Bock: „Kohl …, Kohl sollst du anbauen.“
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Ein Wort zu den „seriösen“ Medien

Dazu zunächst eine Leseprobe aus meinem letzten Roman „2021“:
[…] Hätte der Artikel in der „BLÖD“ gestanden, er hätte es für ein Gerücht gehalten, Skandaljournalismus, doch es handelte sich um ein seriöses Magazin. Seriös, was ist schon seriös in dieser Zeit? Da runzelt man bloß müde das Arschloch. Krankenhäuser sollten seriös sein, die von keinem als dem Leser selbst kontrollierte Journaille ebenso. Doch wenn es ums liebe Geld geht, hört die Freundschaft auf, liebe Leser*innen, und es geht um Geld, um viel Geld, nicht allein im Medizingeschäft.
Die Journaille, von rückläufiger Nachfrage nach Printmedien gebeutelt, flieht ins Internet. Dahin wo eine Nation, die, so will man bisweilen meinen, zunehmend aus Vollpfosten besteht, lieber alles und nichts wissenden Pseudowissenschaftlern und Influencern folgt, weil`s nix kostet, als drei Cent fünfzig täglich für ein Zeitungsabo auszugeben. Und weil das so ist, jagt man nach Platzierungen in Suchmaschinen, und sei die Schlagzeile noch so reißerisch unseriös.

Riesenasteroid

Überschrift 1: „Riesenasteroid rast auf die Erde zu!“ Mariechen pisst sich vor Angst gleich ein und kommt erst gar nicht auf die Idee, weiter zu lesen als bis zum ersten Werbeblock. Da werden ihr die saugfähigsten Slip-Einlagen angeboten, wie für sie gemacht. Ach wie ist die Welt schlimm geworden und früher war doch alles besser. Bei dn Gommunischtn hätts das nich gegähmn.
Für den, der weiterliest, folgt nach der zweiten Überschrift der zweite Werbeblock, nach der dritten der nächste. Ganz am Ende, das überhaupt zu finden man viel Geduld benötigt, nach fünf weiteren Anzeigen, die Auflösung: Entwarnung, der Asteroid fliegt sechs Millionen Kilometer an der Erde vorbei. Seriöser Journalismus? Darf man überhaupt noch etwas glauben? Lügenpresse nennen das die Anderen.
Dennoch glaubt er an das Gelesene, an den grenzenlosen Beschiss, vor dem selbst Krankenhäuser nicht zurückschrecken, um an unser aller Geld heran zu kommen. Ohne Moos nix los, hilft uns ja weiß Gott irgendwie, wir haben das beste Gesundheitswesen weit und breit, oder etwa nicht? Alle Leseproben>>>

Man kann also durchaus nachvollziehen, warum sich Menschen von den Medien häufig sprichwörtlich „verarscht“ vorkommen. Vor allem solche, die leider nur die Überschriften lesen. Das nennt man „Suchmaschinenoptimierung“. Man muss es eben verstehen, hier gilt dasselbe wie für den Markt – man muss es ja nicht lesen.
In diesem Sinne …


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Regenwürmer vertragen kein Coffein

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das in dieser Geschichte niedergeschriebene erspart geblieben wäre, hätte ich nicht am 25. August des Jahres 1997 virtuell einen Chatroom betreten, der den vielversprechenden Namen „Manager-Treff“ trug. Ebenso wenig sicher bin ich mir, ob es nicht besser gewesen wäre, der Bekanntschaft, die sich an besagtem Tage anbahnte, lieber aus dem Wege zu gehen.
Überhaupt nicht sicher hingegen bin ich mir, ob ich das Ganze nicht vielleicht doch hätte erleben wollen und vielleicht tief traurig darüber gewesen wäre, hätte es überhaupt nicht stattgefunden. Was selbstverständlich hinterher niemand hätte wissen können, am wenigsten ich selbst ...Lisa, gerade vierzehn geworden, benahm sie sich völlig ungeniert, als wir uns zum ersten Mal begegneten. Man könnte so weit gehen, sie als völlig schamlos zu bezeichnen. Frech, kess, einen Hauch frivol. Sogar eine Prise Obszönität schien tief in ihrem Wesen versteckt zu sein. Das lag wohl eher daran, dass sie nicht vollumfänglich imstande war, die Wirkung ihres frühreifen Körpers auf spätreife Männer in seiner gnadenlosen Wucht auch nur ansatzweise zu erkennen.
frank_c_mey_regenwuermer_vertragen_kein_coffein_leseprobenLuise, blond und zweigeteilt in die lähmende Kälte des Nordens oben herum. Weiter südlich, vom Nabel abwärts, das ewig lodernde Feuer der Südländerin. Das war nicht immer so. Als wir uns das erste Mal körperlich trafen, wirkte sie welk. In ihrem Schoß schien sie trocken und völlig erkaltet. Später entwickelte sich die Region zwischen ihren Oberschenkeln zu einem pulsierenden Moloch, der mich, flog sie ihrem Höhepunkt entgegen, jedes Mal in sich hinein sog. Wenn er mich wieder ausspuckte, dann einzig zu dem Zwecke, mich einen Augenblick später erneut zu verschlingen. Wie eine wiederkäuende Kuh. Wir lernten uns in dem eingangs erwähnten Chat-Room kennen, in der Zeit kurz nachdem das internationale Spinnennetz seine Ausläufer über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland wie in den Rest der Welt hinein schob.
Luise bewegt sich weiter, schneller … Nichts geht mehr, rien ne va plus. Enttäuscht wirft sie sich auf den Rücken. Ein Zischen dringt aus ihrem Hals. Wie wenn man beim Ausatmen die Zunge an den Gaumen drückt, wie bei einer Schlange, begleitet von zornigem Stirnrunzeln. Das höre und sehe ich zum ersten Mal. Bislang gab es nie einen Grund dafür.
„Wir haben den ganzen Tag Zeit … Dazu die halbe Nacht …“, will ich sie vertrösten. Doch sie springt bereits aus dem Bett. Grollend zieht sie sich den Morgenmantel über, anschließend geht sie ins Bad. Als ich ihr wenig später folge, kommt Lisa in Bernys Begleitung aus ihrem Zimmer heraus. Zähnefletschend wedelt er mit dem Schwanz. Lisa lacht mich aus ihren strahlenden Augen heraus an, so blau wie tief. Einen Augenblick lang berühren sich im Vorübergehen unsere Hände, ein Hauch Zärtlichkeit. Sekundenbruchteile wandeln sich zu einem endlosen Flug in die Ewigkeit, am Ende ein Licht, das ein leises Sirren sendet. So muss Odysseus den Gesang der Sirenen empfunden haben …Alle Leseproben>>>

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2 Kommentare zu "Unglaublich aber wahr – Januar 2021"

  1. Interessante und wahrhaftige Beschreibung.

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