Stephen King (1997) – The Green Mile – fesselnd

stephen-king-the-green-mile-buch-und-filmtipp

Stephen King – Buch- und Filmtipp

Eine moderne Jesus-Geschichte

Stephen King – „Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.“

Das Buch

Stephen King – „The Green Mile“, vor einiger Zeit geschenkt bekommen und in das Bücherregal gestellt. Es stand noch Anderes zum Lesen an .., und dann vergessen … Bis es vor einigen Wochen der Zufall wollte, dass im Nachtprogramm eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders der gleichnamige Film mit keinem Geringeren als Oscar-Preisträger Tom Hanks in der Hauptrolle lief, bis nach zwei Uhr nachts. „Was, den kennst Du noch nicht?“ fragte mich mein schlechtes Gewissen, „nein, den kenne ich noch nichts, man kann ja nicht jeden Film kennen“, verteidigte ich mich, „aber nach diesem Top-besetzten und über alles beeindruckenden Film, werde ich mir bereits morgen das Buch zur Hand nehmen …“ amazonvideo

The Green Mile

Die Reihenfolge war zufällig aber goldrichtig, sagt man doch häufig, wenn man zuerst das Buch las und später den Film sieht: „Der Film enttäuschte mich…“ In diesem Falle kann ich nur feststellen, man muss es lesen und sehen! The Green Mile, der Todestrakt im Cold-Mountain-Staatsgefängnis trägt einen grünen Fußbodenbelag, daher der Name. Im Roman erinnert sich der ehemalige Leiter des Todestrakts Paul Edgecomb an die Ereignisse rund um den dunkelhäutigen Häftling John Coffey, der wegen Mordes und Vergewaltigung zweier Kinder zum Tode verurteilt wurde. Mysteriöse Vorkommnisse, die auf übernatürliche Kräfte des Mannes schließen lassen.The_Green_Mile

Lesermeinung

Lesermeinung:… Der Roman von Stephen King behandelt eine moderne Jesus-Geschichte (John Coffey = J. C. = Jesus Christus), bei der man sieht, das es wohl auch in der neueren Zeit möglich sein könnte, das gerade der Gute auf den elektrischen Stuhl muss.
John Coffey ist der Inbegriff des Guten, der einfach nur den Menschen helfen wollte und deshalb verurteilt wurde (J. Seibold).

Lesen Sie auch meine Reportagen in und um Erfurt>>

Die Todesstrafe

Kurz zuvor las ich noch den jüngsten Bericht von Amnesty international über verhängte und vollstreckte Todesurteile im Jahre 2015. In den USA wurden 28 Todesurteile vollstreckt, sieben weniger als im Vorjahr, wenn man aber, wie im Film dargestellt, die Qualen sieht, die ein Verurteilter erleiden muss, dann ist jede Vollstreckung eine solche zu viel, egal welche Methode angewendet wird. Und bleiben wir bei den USA: Statistiken seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahre 1976 besagen, dass ca. 10 % auf Justizirrtümern beruhen, also jeder zehnte unschuldig ist. amazon_audible

Kein Ruhmesblatt für die größte und älteste Demokratie

John Coffey (im Film von Michael Clarke Duncan gespielt) wird am Ende hingerichtet und seine Geschichte, die, wie der Leser oben sehr richtig feststellt, an den Leidens-Gang Jesus Christus erinnert, steht stellvertretend für alle, die, ob schuldig oder nicht, auf eine solch bestialische Weise um ihr Leben gebracht werden. Dies ist der größten und ältesten, modernen Demokratie unwürdig.
In Europa wurde die Todesstrafe in fast allen Staaten abgeschafft, mit Ausnahme Belorusslands, wo sie auch noch vollstreckt wird. Der größte Henkerstat ist China, wo in einem Jahr mehr Menschen hingerichtet werden als im Rest der Welt insgesamt. In den USA sind es noch 24 Bundesstaaten, die die Todesstrafe im Rechtssystem haben, aber nicht alle vollstrecken noch.
reportagen_aus_erfurt_und_thüringen_2016

Der Film

mit Tom Hanks, David MorseMichael Clarke Duncan, Regie: Frank Arpad Darabont

Der ehemalige Leiter des Todestrakts im Cold-Mountain-Staatsgefängnis, Paul Edgecomb, als Rentner in einem Seniorenheim. Während eines Films, der zu einem gemeinsamen Fernsehabend der Heimbewohner im TV läuft, fängt Paul an zu weinen. Eine Mitbewohnerin fragt ihm nach dem Grund, worauf er ihr die Geschichte erzählt, die sich zu Beginn der 30er Jahre in dem Gefängnis abspielte, in dem er tätig war.

Die Geschichte der letzten Tage des zum Tode verurteilten John Coffey

John Coffey zwei Tage vor seiner Hinrichtung: „Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.“

Der Film mit Starbesetzung

Oscar-Preisträger Tom Hanks als Leiter des Todestrakts im Cold-Mountain-Staatsgefängnis, Paul Edgecomb, ist der Star in diesem ergreifenden Film über den Farbigen John Coffey, der in den 1930er Jahren zum Tode verurteilt wurde und heilende Kräfte hat. Als die Gefängniswärter seine besonderen Fähigkeiten entdecken, bekommen sie moralische Bedenken. Die Fabel von Stephen King hat Regisseur Frank Darabont wunderbar in Szene gesetzt. In weiteren Rollen: Sam Rockwell, Bonnie Hunt, Patricia Clarkson und Michael Clark Duncan.

[table id=4 /]
[table id=8 /]


[table id=1 /]
Alle Leseproben finden Sie hier>>>
[table id=3 /]
[table id=2 /]
[table id=15 /]
stephen-king-the-green-mile-buch-und-filmtipp

90 / 100

Kommentar hinterlassen zu "Stephen King (1997) – The Green Mile – fesselnd"

Kommentar verfassen