Uwe Tellkamp – Der Turm – Buchtipp

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25 Jahre Deutsche Einheit

25 Jahre Erfolgsgeschichte

Eine Meisterwerk: … Wenn in Zukunft einer wissen will, wie es denn wirklich gewesen ist in der späten DDR, sollte man ihm rasch und entschlossen den neuen Roman von Uwe Tellkamp in die Hand drücken…. „Nimm und lies.“ (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung)

Verlag Suhrkamp 2008 – Deutscher Buchpreis 2008

Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdener Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische der „süßen Krankheit Gestern“ der Dresdner Nostalgie, entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze – oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen?

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Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems der NVA (Nationale Volksarmee) zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen des Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der „roten Aristokratie“ im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk „Ostrom“, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zustreben, der den Turm mit sich reißen wird (Klappentext).

Atemberaubend (Elmar Kregler, Literarische Welt)

Mehr gewagt hat seit Jahren kein deutscher Autor mehr (Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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Der Roman wurde 2012 in Starbesetzung verfilmt: „Der Turm“ mit

Jan Josef Liefers, Claudia Michelsen, Nadja Uhl, Sebastian Urzendowsky, Götz Schubert – Regie: Christian Schwochow

Familiensaga über den schleichenden Untergang der DDR. Starke Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Uwe Tellkamp und würdiger Beitrag zum Einheitsfeiertag.

Uwe Tellkamp – Der Turm und der Film als DVD und Blu-Ray
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Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Am selben Abend gründeten wir im Gemeindehaus der Prediger-Kirche den Erfurter Ortsverband der SDP (Sozialdemokratische Partei in der DDR). Es dauerte nicht einmal ein Jahr, bis die Vision in Erfüllung ging, die Willy Brandt nur wenige Stunden nach dem Mauerfall aussprach: „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“. Viel wurde diskutiert, Beitritt oder Verfassungsgebende Versammlung – Vereinigung nach Annahme einer Gesamtdeutschen Verfassung. Wer aber die Ereignisse seit der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 bis über den Sommer hinaus verfolgte oder über Einblicke in die politischen Ereignisse der „Noch-DDR“ verfügte, der konnte zu keinem anderen Ergebnis kommen als zu diesem, das mit überwiegender Mehrheit am 23.08.1990 in einer Nachtsitzung von der Volkskammer beschlossen wurde, dem Anschluss nach § 23 Grundgesetz. 294 der insgesamt 362 Anwesenden stimmten zu, 81,21 %. Es kam zu Fehlern, wie es stets üblich ist, wenn Menschen am Werk sind, aber wenn Erfolg überwiegt, sollte man nüchtern zurück blicken und allen die meinen, es war der falsche Weg, man hätte die DDR doch erhalten können, denen ist wärmstens zu empfehlen, das Buch ohne jeglichen Vorbehalt in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ich fand mich darin wieder (der Autor dieses Blogs).



Der Wind der Veränderungen wehte bereits seit Jahren und blies den Vertretern des alten Machtapparates zunehmend heftiger ins Gesicht. Das David Bowie Konzert im Juli 1987 vor dem Reichstag führte zu Massenprotesten diesseits der Mauer, die den Mächtigen hierzulande erstmals das Zittern lehrten. Zur Legende wurde „Winds of change“ von den Scorpions, erstmals aufgeführt zur Welttournee 1988 in Moskau, das, genau wie „Onother Brick in the Wall“ von Pink Floyd  zur musikalischen Begleitung der Wendezeit wurde.

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1 Kommentar zu "Uwe Tellkamp – Der Turm – Buchtipp"

  1. Ich habe den Wälzer gelesen und den Film gesehen, das Buch ist besser (wie fast immer bei Romanverfilmungen), trotzdem lohnt auch der Film, wem das Buch zu lang sein sollte

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