Tag Drei: Erfurt umrunden auf dem Erfurter Rad Rad

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30. Juni 2018 auf dem Erfurter Rad Rad – Reportage

Einmal rund um Erfurt in drei Tagen

Das Erfurter Rad Rad

Was es mit diesem Erfurter Rad Rad so auf sich hat, das können Sie bei Tag Eins nachlesen>>>
Den Kurs von Tag Zwei finden Sie hier>>>
Es fehlte der dritte Abschnitt, um den Ring zu schließen, das Rad rund zu machen, sozusagen. Am Freitag schaute ich auf meinen Tacho und vermerkte, 943 km in dieser Saison gefahren zu sein. Für Juni hatte ich mir vorgenommen, die 1.000 zu erreichen. Das wäre allein am 30.06. möglich gewesen. Die Wettervorhersage, was die Temperatur betraf, war gut, nicht der Wind. Frisch bis böig aus östlichen Richtungen. Mir war klar, dass es wenigstens 20 km, wenn nicht ein paar mehr, gegen den Wind gehen würde. Das Ziel war stärker …

Von Niedernissa nach Möbisburg

Start gegen 10:00 Uhr, 22 Grad C, wie erwartet frischer Wind. Stadteinwärts weniger problematisch, da es sanft bergab geht. Rückenwind bis Möbisburg. Ich befahre zwei Speichen, die, die vom Stadtzentrum Richtung Süd führt, zuerst. Danach die zweite, die dickste, nach meiner Auffassung, die, über die zwei Radwege verlaufen, der Gera-Radweg und der Fernradweg Thüringer Städekette bis nach Möbisburg. Wie immer wenn es in diese Richtung geht, werden am Drei-Quellen-Brunnen im Luisenpark die Wasserflaschen gefüllt. Zwei Liter Wasser, dazu 0,75 Liter Fruchtsaft nebst sechs Bananen im Rucksack. Flüssigkeit ist wichtig, Dehydrierung kann zum schnellen Tod führen. Das erlitt leider jemand aus meinem erweiterten Bekanntenkreis vor ein paar Jahren.
Auf dem Wege zum Luisenpark quere ich die längste Fußgängerbrücke Erfurts. Man kann von einem das andere Ende nicht sehen. Die wunderschöne Allee zum Luisenpark erscheint an diesem Tag im ganz besonderen Licht (Foto). Die Linden-Samen schweben wie kleine Propeller zu Boden. Der Weg völlig zugedeckt.

Manchmal erlebt man Kuriositäten. Zum ersten Mal nach „was weiß ich wie vielen“ Fahrten auf dem Gera-Radweg schaue ich mir an der Brücke am Ortsausgang Bischleben den Wegweiser an. Und siehe da, der Radweg führt über den Bahnweg. Bislang fuhr ich stets über das kleine Feld. Die „Nachteile“ des Ortskundigen, man schaut nicht mehr so genau hin. Die Gera führt kaum noch Wasser, wochenlange Trockenheit, der Grund. Die Radwege von Stadtmitte bis nach Möbisburg sind an anderer Stelle hinreichend beschrieben, wie z. B. hier>>>. Gut beschildert für Besucher der Stadt, die nicht ortskundig sind.

Von Möbisburg über Klettbach nach Hayn

In Möbisburg verlasse ich den Radweg. Ursprünglich war ein noch etwas weiter ausholender Rundkurs geplant. Weiter auf dem Gera-Radweg bis Ichtershausen. Von da nach Kirchheim, Hohenfelden, Klettbach. Wegen des heftigen Windes, der ab Möbisburg schräg von vorn weht, entschließe ich mich für die kürzere Strecke über Egstedt – Schellroda. Es geht in die „Berge“. Bereits in Möbisburg ein heftiger Anstieg, drei weitere unterwegs, weniger heftig, doch gegen den Wind. Die Ortsverbindungsstraße nach Waltersleben fahre ich zum ersten Mal. Ich begegne fünf Autos, gut befahrbar, weil gut ausgebaut. Die Landschaft malerisch, würde es bei weniger Wind noch angenehmer zu fahren sein. Zu beiden Seiten der Straße erstreckt sich ein Landschaftsschutzgebiet (LSG), Landschaftsteile zwischen Möbisburg und Egstedt. Eine tiefe Kerbe zwischen zwei Erhebungen, eingegraben in den Muschelkalk von einem Bach, den wir heute Wiesenbach nennen, der in Möbisburg in die Gera mündet. Rechts der Straße in Richtung Waltersleben Aue mit Galeriewald am Bachlauf, links an den Hängen Halbtrockenrasen, Buschwerk und Obstbäume. Frühere wurde hier Obstanbau betrieben. Eine gute Gelegenheit, ein paar Minuten auszuruhen.
Zwischen Waltersleben und Egstedt wird es noch ungemütlicher. Zwei km freies Feld, der Wind von vorn, ich überlege zum ersten Mal, ob ich nicht abbreche. Zudem geht es bis Egstedt, weiter in Egstedt zuerst sanft, in Egstedt etwas steiler bergan.
Hier knüpfe ich mich wieder in das dichte Radwege-Netz ein. Der Radweg kommt von der Arnstädter Straße her durch den Steigerwald und führt über Egstedt nach Schellroda, von da aus weiter nach Klettbach. An sich gut ausgebaut, von Egstedt bis Klettbach auf den Ortsverbindungsstraßen verlaufend, ist der Abschnitt ab Egstedt bis in den Wald hinein ein wenig beschwerlich, da belegt mit holprigem Granit-Pflaster. Kurz vor dem Forsthaus geht es wieder auf Asphalt.
Ich bin froh, als ich das Forsthaus Willrode erreiche. Eine längere Rast, die Wasservorräte werden aufgefüllt, dazu eine sehr gut schmeckende Wild-Bockwurst.

Ich treffe auf zwei Radler aus Stuttgart, ehemalige Erfurter, die ihre Heimatstadt hin und wieder besuchen. Sie hatten sich verfahren und studierten gerade ihre Karte. Sie wollten nach Hohenfelden und ich empfahl ihnen den gut befahrbaren Wanderweg zum Riechheimer Berg, von da aus am Steinbruch vorbei zum Museumsdorf.
Da ich die Strecke von Egstedt über Klettbach nach Hayn kenne, weiß ich, dass der Wind weiterhin von vorn kommen wird, dazu noch zwei Berge. Das „T“ in Schellroda, links ab nach Windischholzhausen/ Niedernissa, knapp 3 km bergab oder rechts weiter in die geplante Richtung, wird sprichwörtlich zur Wegscheide. Es fehlen noch etwas mehr als 30 km an der 1.000, also, rechts ab. Eine Gegend, die ich sehr gern befahre. Rechts der Höhenzug des Riechheimer Berges, links der Haarberg. Das Sommergetreide steht kurz vor der Reife, goldene Felder an den sanften Hängen. Auf der Abfahrt nach Klettbach weht der Wind derart heftig, dass ich selbst bergab treten muss. Hayn wird die Erlösung bringen. Selbst da kommt der Wind von vorn, doch weiß ich, dass es bis Sohnstedt bergab geht, hinein ins Erfurter Becken.
Kurz vor Schellroda verlasse ich das Erfurter Stadtgebiet. Schellroda, zu Klettbach gehörend, liegt im Kreis Weimarer Land. Ein großer Landkreis, der bis heran an Sachsen-Anhalt reicht.

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Von Hayn nach Hopfgarten

Auf der Höhe vor Hayn bietet sich ein fantastisches Panorama. Es herrscht gute Sicht an diesem Tag. Der Blick reicht bis zum Harz-Vorland und zum Brocken, dazwischen unzählige Windparks. Man möchte fast meinen, gerade an solch windreichen Tagen, dass keine anderen Kraftwerke mehr benötigt werden. Leider weit gefehlt. Ich atme tief durch, die Fahrt geht nun zu Tale. Bis Eichelborn auf der Landstraße, auf der mir nicht ein einziges Auto begegnet, von da aus weiter bis Utzberg auf asphaltierten Radwegen, die zudem sehr gern befahren werden. Mir begegnen einige Radfahrer, einzeln und in Gruppen. Samstag eben.
Bitte nicht bereits vor Eichelborn links abbiegen, sofern Sie diese Tour einmal nach fahren möchten. Auf dem Autobahnzubringer wird man als Radfahrer nicht gerade willkommen sein. Hinein ins Dorf, links am Kirchlein vorbei, gelangt man auf den Radweg in Richtung Sohnstedt, der unter der Autobahn hindurch führt.

In Sohnstedt waren wir bereits im vergangenen Jahr auf der Anfahrt zum Feininger-Radweg, die uns am beliebten Pelto-Bad vorbei führte. Auf halber Strecke, nach Unterquerung der B 7, erreichen wir den bekannten Napoleon-Stein. Hier empfing am 27. September 1808 Kaiser Napoleon I. den russischen Zaren Alexander I zum Erfurter Fürstenkongress, der 18 Tage bis zum 14. Oktober dauerte. Erfurt war durch Napoleon zur Reichsdomäne erklärt worden. Der Zar, zu dieser Zeit noch wichtigster Verbündeter Napoleons, wurde an derselben Stelle am 14. Oktober eben, durch Napoleon verabschiedet. Das Bündnis hielt nicht lange an. Bereits im Jahre 1812 griff Napoleon auch Russland an, was bekanntlich in einem Debakel endete. Ein Jahr später folgte mit der Völkerschlacht bei Leipzig die Niederlage Frankreichs. Auf der Straße, die am Stein vorbei führt, flohen Napoleons Truppen gen Westen.
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Um in Utzberg die Straße nach Hofgarten zu erreichen, muss man sprichwörtlich „mit der Kirche ums Dorf“. Nicht ganz, fast, einmal links um die Kirche herum gelangt man zur Hopfgartener Straße, die Ortsverbindung zwischen Utzberg und Hopfgarten. Zur Rechten der Utzberger Bach, der trocken lag. Kein Wunder, seit Wochen fehlt der Regen. Sogar das Unkraut am Wegesrand vergilbt. Egal aus welcher Richtung man nach Hopfgarten kommt, an irgendeiner Stelle geht es durch ein solches „schwarzes Loch“. Der Ort am Fuße des Ettersbergs an einer Seite, am Fuße des Bahndamms auf der anderen. Eines beglückt mich ganz besonders: ab Hopfgarten geht es in Richtung Westen („Go West“ von den Pet Shop Boys klingt mir im Ohr), was nichts anderes bedeutet, als dass ich den Wind nun im Rücken habe. Gleichzeitig erreiche ich den Fernradweg Thüringer Städtekette. Die dritte Speiche des Tages.

Auf dem Fernradweg zurück nach Hause

Da ich für demnächst den Abschnitt von Erfurt nach Jena geplant habe, will ich es hier abkürzen. Es geht von Hopfgarten vorbei am Rückhaltebecken über Niederzimmern, Wallichen, Vieselbach bis nach Azmannsdorf. Bis Niederzimmern auf der Landstraße. Kurz hinter dem Speicher biegt der Radweg rechts ab und führt durch ein Waldstück. Anfangs geschottert, später Beton, am Ort vorbei auf Asphalt und so weiter bis Wallichen. Angenehm zu fahren, da die Landschaft viel Abwechslung bietet. Mit starkem Rückenwind erreiche ich vor Wallichen meine Top Speed des Tages, 38,8 km/h. Kurz hinter Wallichen fällt zudem nun auch die 1.000 km-Marke.
Gewöhnungsbedürftig immer noch der Abschnitt zwischen Vieselbach und Azmannsdorf. Nachdem ich die Brücke über die ICE-Strecke überquerte, stelle ich zufrieden fest, dass ein neuer Radweg vom Ortsausgang Azmannsdorf bis hierher führt. Das lässt hoffen, vielleicht wird der ja bald bis nach Vieselbach weitergeführt.
In Azmannsdorf verlasse ich den Radweg in Richtung Linderbach, von da über Urbich zurück nach Niedernissa. Der Tacho zeigt 65 km an.  Drei Tage auf dem Erfurter Rad-Rad mit insgesamt etwas mehr als 200 km. Tag 1>>>  |   Tag 2>>>


Ein Buchtipp für den Abend:

Regenwürmer vertragen kein Coffein

Lisa, gerade Vierzehn, benahm sich völlig ungeniert, als wir uns zum ersten Mal begegneten. Man könnte sogar so weit gehen, sie als völlig schamlos zu bezeichnen. Frech, kess, einen Hauch frivol. Sogar eine Prise Obszönität schien tief in ihrem Wesen versteckt zu sein. Das lag wohl mehr daran, dass sie noch nicht vollumfänglich imstande war, die Wirkung ihres frühreifen Körpers auf spätreife Männer in seiner gnadenlosen Wucht auch nur ansatzweise zu erkennen. Letzteres wurde besonders immer dann zur erbarmungslos erdrückenden Last, wenn man sich, den jeweiligen Umständen geschuldet, hin und wieder körperlich sehr nahe kam.
frank_c_mey_regenwuermer_vertragen_kein_coffein_leseprobenLuise, blond und zweigeteilt in die lähmende Kälte des Nordens...
Wir lernten uns in einem Chat-Room kennen. Das war in der Zeit, als das Spinnennetz des Internet seine Ausläufer über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland, wie in den Rest der Welt, hinein schob.
Glücklich schätzen durften sich all jene, die bereits über ISDN verfügten. Man war schneller unterwegs als andere. ISDN - die erste große Revolution in der Telefonie. Wir Ostdeutsche waren revolutionserfahren, donnerten doch in wenigen Jahren mehrere über uns hinweg oder fuhren in uns hinein. Manche bis ganz tief nach unten in die Weichteile. Beate Uhse, Dildos, Pornofilme, bequeme, schnelle Autos, erschwingliche Farbfernseher, Kaffeemaschinen, Mikrowellen, Meister Propper, nicht zu vergessen, all dem vorausgeeilt: die friedliche Wiedervereinigung.
Luise und ich wurden zu einer solchen. Keine WIEDER sondern eine VER. Eine Vereinigung, die sich überwiegend auf die Geschlechtsteile beschränkte.
Es herrscht eine ungewöhnliche Ruhe. Ich stelle mir vor, wie sie, Lisa, sich gerade auszieht. Sie streift das T-Shirt über ihren Kopf, ihre Brüste hüpfen. Ich weiß, wie es aussieht wenn sie hüpfen, diese wunderschönen, nach oben geneigten Sprungschanzen. Diese Igelschnäuzchen.
Jetzt steigt sie aus ihrer Hose heraus, das Höschen folgt. Schwungvoll befördert sie es in irgendeine Ecke, auf einen Stuhl oder versteckt es unter dem Kopfkissen. So oft wie sie sich mit Berny allein in ihrem Zimmer aufhält, wird sie inzwischen bemerkt haben, welche Wirkung getragene Höschen auf ihn ausüben.
Während Luise über mir ihrem nächsten Höhepunkt entgegen eilt, stelle ich mir vor, wie Lisa nebenan auf ihrem Bett liegt. Noch Jungfrau, dringt sie nicht in sich ein. Ihre Beine gespreizt, reibt sie mit der flachen Hand über diesen wundervollen Hügel. Sie wird lächeln, leise stöhnen. Sie wird zufrieden sein, in dem Moment wenn Luise ihren Orgasmus erreicht…Alle Leseproben>>>

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2 Kommentare zu "Tag Drei: Erfurt umrunden auf dem Erfurter Rad Rad"

  1. Sehr schöne Strecke, bin sie am vergangenen Sonntag nachgefahren. Beste Grüße, Georg

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