Radweg Thüringer Städtekette Eisenach – Erfurt

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04.08.2016 – Reportage

Radtour – Radwege in Thüringen

So wie Erfurt einst bedeutende Handelsstadt war, hier wo sich europäische Handelswege kreuzten, so ist die Stadt heute wieder ein Verkehrsknotenpunkt, aber nicht nur in Wirtschaft und Verkehr sondern gleichermaßen in Freizeit und Erholung. Schaut man auf Wander- und Radwege-Karten, so sieht man mehrere Ringe einerseits und die wie Fäden eines Spinnennetzes sich in alle Richtungen erstreckenden Wander- und Radwege, die überwiegend gut ausgebaut sind. Die meisten Radwege sind wir bereits abgefahren – zur Übersicht>>>>

Es ist der Längste, der noch fehlt, der Fernradweg Thüringer Städtekette von Eisenach nach Altenburg, der den Freistaat von Süd-West nach Nord-Ost durchquert. Der heutige Abschnitt beginnt in Eisenach und endet in Erfurt. Um es gleich voran zu stellen, der Radweg ist sehr gut ausgeschildert und verläuft überwiegend auf befestigten (asphaltierten) Trassen. Lediglich vor und nach Gotha gibt es einige Strecken auf Schotterdecken, die jedoch sehr gut verdichtet sind. Die Temperatur war „Fahrrad-freundlich“, bei um die 20 Grad, aber der Tag, überwiegend diesig, lies nicht immer die besten Fotos zu, schade angesichts der wunderschönen Landschaften.

Eisenach

Eine Stadt, mit der sich viele bedeutende Namen und Ereignisse verbinden. Da das Luther-Jahr unmittelbar bevorsteht, fällt uns der Reformator ein, der hier auf der Wartburg in den Jahren 1521 und 1522 das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte. In Eisenach lebte außerdem Johann Sebastian Bach, der hier am 21. März 1685 geboren wurde und in Eisenach aufwuchs. August Bebel und Wilhelm Liebknecht gründeten im Gasthaus Goldener Löwe 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) und verfassten deren Eisenacher Programm.

Wenn Sie mit dem Zug anreisen und in Eisenach starten, dann erwartet Sie direkt gegenüber des Bahnhofes ein Wegweiser, der die Richtung zu den beiden großen Radwegen zeigt, nach Hörschel, wo die Anbindung an den Werratal-Radweg erfolgt und in Richtung Gotha. Kommen Sie aus einer anderen Richtung, steht ein weiterer Wegweiser, nicht zu übersehen, am Markt vor der Georgenkirche. Mehrere kleine Schilder übersieht man schnell, aber zum Bahnhof findet man immer.



Wenn die Zeit auch drängt, der Weg ist lang, so ist ein Rundgang Pflicht. Die Wartburg lassen wir heute aus, das Burschenschafts-Denkmal sowieso, ist nicht so mein Fall, zu viel Deutschtümelei, wer etwas mehr Zeit hat, sollte das Automobilmuseum besuchen. Den altehrwürdigen Kaiserhof sieht man bereits vom Bahnhof aus, dort ist es egal, welche Richtung man einschlägt. Wir gehen links vorbei, die Wartburgallee aufwärts bis zur Grimmelgasse, die direkt zum Bach-Haus führt. In der Gasse bekommt man noch einen Eindruck vermittelt, wie es in vielen unserer Altstädte bis zur Wende 1989 aussah. Von dort aus durch die Luther-Straße zum Luther-Haus und über den Lutherplatz zum Markt, dessen Front vom Stadtschloss beherrscht wird. Hier residierten seit 1742 die Herzöge zu Sachsen-Weimar-Eisenach. Heute dient es als Museum. Die Karl-Straße, benannt nach Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, führt uns zum Karls-Platz, an dem der Rundgang endet. Der Platz lädt mit seinem Luther-Denkmal und den Grünflächen ein wenig zum Verweilen ein und wer ein zweites Frühstück wünscht, kann dies sehr fürstlich im Steigenberger Hotel „Thüringer Hof“ einnehmen. Durch das Nikolaitor gelangen wir zurück zum Bahnhof und starten in Richtung Gotha.

Die Strecke führt entlang der Bahnhofstraße in Richtung Wutha-Farnroda und mündet nach knapp 2 km in einen asphaltierten Radweg ein, der parallel zur Hörsel verläuft. Die Hörsel, ein Fluss der südlich von Gotha am Rande des Thüringer Waldes entspringt und bei Hörschel in die Werra mündet, ist gleichzeitig Namensgeber für die Bergkette, die wir bei Wutha Farnroda erreichen, die Hörselberge. Früher verlief an deren Südseite die Autobahn A 4, die seit einigen Jahren mit einer privat finanzierten Neubaustrecke die Hörselberge nördlich umfährt und durch ein Tal führt, an dessen nördlichem Ausgang der Nationalpark Hainich beginnt. Ein Besuch im Urwald mit seinem Baumkronenpfad lohnt sich immer.

Wir lassen Wutha-Farnroda nicht links sondern „rechts liegen“ und passieren die Bahnlinie in Richtung Erfurt durch eine Steinbrücke in Richtung Schönau. Von hier aus geht es bis kurz vor Sättelstädt auf und ab durch die Hörselberge mit teilweise anstrengenden Steigungen. Der Radweg verläuft überwiegend über asphaltierte Ortsstraßen, die am Abhang entlang verlaufen. Lediglich zwischen Schönau und Kälberfeld fahren wir knapp 1,5 km über einen geschotterten Waldweg. Die schönen Aussichten sind leider, witterungsbedingt, etwas getrübt.

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Kurz vor Sättelstädt geht es abwärts zu Tale. Der Radweg verläuft parallel zu einer wenig befahrenen Landstraße. Vorsicht in Sättelstädt (!), dank der guten Beschilderung verfuhren wir uns noch kein einziges Mal. Am Ortseingang Sättelstädt geht es links ab, kurz darauf, nach etwa 50 m, scharf nach Rechts. Da fuhren wir gerade aus, weil das Radwege-Schild in mitten mehrerer anderer nicht gut zu erkennen war. Es hatte sein Gutes, sonst wären wir wohl nie an das „Sättelstädter Loch“ geraten, einer engen Fußgängerpassage durch den Bahndamm. Leider begann hier das, was wir bereits seit einiger Zeit befürchteten, ein feiner Nieselregen. Am Autobahn-Viadukt in Richtung Mechterstädt wollten wir das Ende abwarten, aber vergebens, rundherum alles tief Grau.

Wir entschlossen uns also, trotz Nieselregen, weiterzufahren und wurden in Mechterstädt belohnt, wo eine Rasthütte Schutz geboten hätte. Aber der Regen hörte auf, bis auf ein paar Tropfen, die immer wieder aus den Wolken fielen. Daneben gibt es ein „Lädchen“ in dem man die Getränkevorräte auffrischen  und frische Brötchen und Wurst einkaufen kann. Die Dorfgaststätten öffnen leider überwiegend erst am späten Nachmittag. Mit der Flur des Ortes erreichen wir den Landkreis Gotha, der letzte Ort im Wartburgkreis war Sättelstädt. Die Zeit ist knapp, daher die Rast kurz, für ein nettes Gespräch mit einem Ehepaar aus Holland, die mit dem Rad in Deutschland unterwegs sind, reichte es allerdings noch.

Hinter Mechterstädt überqueren wir einen sanften Höhenzug – mit leider ebenfalls verschleiertem Blick zum Inselsberg  – in Richtung Laucha (nicht zu verwechseln mit Laucha an der Unstrut), von da nach Fröttstädt, wo uns ein seltenes Bild empfängt, selten in Deutschland: vor der Kirche eine Gedenktafel für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Ortes. Von hier nach Hörselgau geht es über die Ortsverbindungsstraße, man kann jedoch einen Gehsteig neben der Straße bequem befahren. Am Rinnsal der Hörsel sieht man, dass das Quellgebiet näher rückt, aber dahin führt uns der Weg heute nicht mehr.

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Folgt man nun der Radwege-Karte, geht es über die Autobahn nach Waltershausen und auf demselben Wege wieder zurück. Die Stadt passt nicht mehr in den Zeitrahmen, daher biegen wir bereits vor der Autobahnbrücke nach links in Richtung Leina ab. Der Weg ist klar beschildert, so dass ein Verfahren ausgeschlossen ist. Bis Leina geht es etwa 3,5 km über eine gut befahrbare Schotterpiste. Leider verläuft der Radweg über eine längere Strecke direkt neben der Autobahn, gesunde Luft atmet man woanders. In Leina passieren wir das Gleis der Thüringerwaldbahn, eine Straßenbahnlinie, die von Gotha über Waltershausen, Friedrichroda nach Tabarz verläuft. Man kann also von Gotha mit der Straßenbahn in eine der schönsten Gegenden des Thüringer Waldes gelangen. Leider kam gerade kein Zug vorbei, dafür ein Fahrzeug des Gothaer Straßenbahn GmbH.
Von Leina in Richtung Gotha-Boxberg fahren wir erneut über einen geschotterten Waldweg und überqueren kurz hinter dem Ort den Leina-Kanal, ein technisches Denkmal, dessen Bau bereits Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen wurde, um die wasserarme Stadt Gotha mit Wasser zu versorgen. Die Versorgung war wegen der Bodenverhältnisse instabil und erst der legendäre Ernst der Fromme, ein Ernestiner, ließ den Kanal stabil ausbauen, wovon noch heute die Wasserkunst in Gotha kündet.
Auf der ehemaligen Galopp-Rennbahn Gotha-Boxberg, die wir nach etwa 3 km erreichen, werden zwar seit vier Jahren keine Galopp-Rennen mehr ausgetragen, aber die Gaststätte existiert noch und ist sogar geöffnet. Essen war zwar für Gotha vorgesehen, aber die Mägen knurren hörbar, wir entschließen uns, in Boxberg zu rasten. Mir war das Glück hold, die Pfifferlinge waren frisch und die Rösti dazu sehr gut. Das Schnitzel meiner Begleiterin war dünn und hart, mehr Panade als Fleisch, ich riet ihr ab davon, aber….. Die Bedienung war freundlich!

Vom Boxberg geht es hinab nach Gotha, das wir im Ortsteil Sundhausen, entlang der Waldbahn erreichen. Der Radweg führt durch eine Industriebrache, dem „Alten Schlachthof“, und man fühlt sich zurück versetzt in die Mitte des 19. Jahrhunderts, fast ein wenig London-Flair. Hier haben sich Kneipen, Läden und Büros angesiedelt, am Eingang gleich ein nettes Restaurant, das uns bereuen ließ, auf dem Boxberg gegessen zu haben. Wir sind angelangt in

Gotha

der alten Residenzstadt, was im Stadtbild nicht zu übersehen ist. Hoch droben auf dem Hügel thront Schloss Friedenstein, weithin sichtbar. Am Marstall, dort wo die Parkplätze für die Touristen-Busse sind, betreten (fahren) wir den Schlosspark.

Die historische Altstadt ist nicht sehr groß, und überhaupt, die Rundfahrt liefert nur einige wenige Impressionen von dieser schönen Stadt. Man muss sich viel mehr Zeit nehmen, gerade jetzt, wo Gotha, neben Weimar, Ausstellungsort zur Geschichte der Ernestiner, eines Zweigs der Wettiner ist, einem der ältesten und erfolgreichsten Adelsgeschlechter der Geschichte überhaupt. Die von Gotha-Coburg: es gibt in Europa kaum eine Adelsfamilie, in der nicht das Blut der Gotha-Coburger fließt.
Durch den Schlosspark gelangen wir auf den Schlosshügel zur Wasserkunst, wo an die Erbauung des Leina-Kanals erinnert wird. Wir schlendern vom Schloss hinab in die Altstadt zum Hauptmarkt, vorbei am Rathaus, wo gerade eine Trauung vollzogen wurde und das traditionelle Holzsägen im Gange ist. Weiter zum Neumarkt mit Margaretenkirche, Arnoldiplatz, dann statten wir der Orangerie noch einen kurzen Besuch ab. Gegenüber das „Kulturhaus“ weckt Jugenderinnerungen. Hier spielten in den 60`ern die ersten Rockbands der Region, die legendären „Polars“ und andere. Die Gruppen wurden vom sozialistischen Kulturbetrieb ständig verboten und gründeten sich unter anderem Namen immer wieder neu, bis man es endlich aufgab, sie zu verbieten. Es war ein Stück Freiheit wenn man die Riffs der „Stones“ und anderer hörte und sich fallen lassen konnte… (ohne Rauschgift!)
Vorbei am Bahnhof verlassen wir Gotha in östliche Richtung. Hier wartet die letzte große Hürde dieses Abschnitts, der Seeberg, den wir überqueren müssen (Geheimtipp: wer den Seeberg umgehen will, fährt die B 247 nach Süden Richtung Autobahn bis zum Gewerbegebiet und biegt an der Ampelkreuzung nach links, in Richtung Günthersleben-Wechmar ab. Da gibt es sogar Radwege entlang der Straße).

Vorsicht bei der Ausfahrt nach Passage des Eisenbahn-Viadukts in Gotha. Es geht vorbei an einer Kleingartenanlage mit der einzigen bis dahin erkannten mangelhaften Beschilderung. Das kostete uns etwa 8 km Umweg und einen Aufstieg auf den Seeberg, der steiler verläuft als der Radweg (wären wir zurück gefahren, wäre die Strecke noch länger ausgefallen). Dafür gab es einen fantastischen Tal-Blick und ein Stück Weges auf dem Luther-Weg. Über den Seeberg gelangen wir ins Tal der Apfelstädt und überqueren gleichzeitig eine Wasserscheide. Fließen die Bäche und Flüsschen nördlich des Höhenzuges nach Süd-Westen der Werra entgegen, so kehrt sich die Apfelstädt um in Richtung Norden. Ein kurzes Stück Schotterweg noch bis Günthersleben, vorbei an einem der ersten Gewerbegebiete dieser Region nach der Wende, bis es dann ab Wechmar weiter auf ausschließlich Asphalt geht. Das schönste Dorf Deutschlands (einmal), wie man lesen kann, beherbergt das Bach-Stammhaus. Hier liegt die Wiege der Bach-Familie:

„…und da er in Thüringen genugsame Sicherheit vor die lutherische Religion gefunden, hat er sich in Wechmar, nahe bei Gotha niedergelassen…“.

J.S. Bach über seinen Vorfahren Veit Bach

Von hier aus wäre ein Abstecher in die reizvolle Apfelstädtaue zwischen Wechmar und Neudietendorf angesagt, hätte man die Zeit dazu. Aber der Radweg führt nach Süden weiter und bringt uns in eine andere Gegend, die einzubeziehen den Schöpfern der Trasse offenbar wichtiger war.
Hinter Wechmar überqueren wir die Autobahn und gelangen in eine der schönsten Gegenden Mittelthüringens, zu den Drei Gleichen, von denen die Wachsenburg vollkommen rekonstruiert ist, Mühlburg und Wandersleber Gleiche hingegen noch Ruinen sind, allerdings in den letzten Jahrzehnten von rührigen Vereinen teilweise wieder aufgebaut wurden. Im Ort Mühlberg legen wir eine kurze Rast für ein Radler ein. Als wir die Autobahn überquerten, gab es ein paar große Regentropfen, die Schlimmes ahnen ließen. Die Wirtin in Mühlberg berichtete, es habe kurz zuvor gegossen, wir hatten Glück.
Der Radweg verlässt den Ort in Richtung Osten und erlaubt einen Blick zu den beiden anderen Burgen, links die Wandersleber Gleiche, rechts die Wachsenburg, eine reizvolle und abwechslungsreiche Gegend mit zahlreichen Wanderwegen, die es zu besuchen lohnt. Nach etwa 2 km unterqueren wir die Autobahn und gelangen ins „Freudenthal“, für mich bereits fast heimische Gegend, da ich unweit davon vier Jahre die Oberschule besuchte. Die beiden Hügel, rechts der Röhnberg, links die Burg, waren mehrmals in den Winterferien an einem Tag in der Woche der „Wehrausbildung“ Schauplatz kleiner Kriegsspiele mit Böllern und viel „Hurra“, ein „Spaß“, den uns die damalige Volksbildungsministerin Margot Honecker einbrockte. Aber die meisten nahmen es locker hin, Sport und Spiel eben….

Einen Hauch „Apfelstädtaue“ erleben wir noch, nachdem wir auf dem Radweg parallel zur Landstraße L 2147, aus Wandersleben kommend, den Ort Apfelstädt erreichen und ein kurzes Stück durch eine Grünanlage fahren. Vielleicht wäre es angebracht, bereits in Wandersleben den Radweg ein paar Meter zu verlegen und entlang der Apfelstädt zu führen, Wege sind dort vorhanden.
Weiter geht es nach Neudietendorf. Wir überqueren die Apfelstädt und stehen vor dem „von Bülow-Gymnasium„, einst Erweiterte Oberschule Neudietendorf, vor der Wende noch zum Landkreis Erfurt gehörig und zuständig für die Abiturausbildung der Jugendlichen aus dem Landkreis. Das Mädcheninternat befand sich im Schulgebäude, während die Jungs etwa 300 m weiter im Internat wohnten, das nun die Gemeindeverwaltung beherbergt. Schöner sieht es aus als damals, das Gebäude, die Linden standen bereits zu meiner Zeit, den vier Jahren, die ich hier verbrachte.
Dass sich Neudietendorf von der überwiegenden Mehrheit der übrigen Gemeinden der in Ehren verstorbenen DDR unterschied, davon zeugt u. a. das evangelische Zentrum Zinzendorfhaus inmitten des Ortes. In Neudietendorf gab es keine LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft – das waren die sozialistischen Kollektivwirtschaften auf dem Lande) und auch kein Volkseigenes Gut. Die zum Ort gehörigen Felder wurden von einem Kirchengut bewirtschaftet, eine Rarität dieser Zeit. Die Geschichte des Ortes ist seit dem frühen 18. Jahrhundert untrennbar verknüpft mit der Herrnhuter Brüdergemeine, die hier eine ihrer insgesamt einundzwanzig Kirchengemeinden in Deutschland besitzt.

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Gut einen Kilometer weiter erreichen wir Ingersleben. Hier lebte (? oder lebt noch? – die Boulevardpresse berichtete von Trennung) die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Deutschen Bundestag, Katrin Dagmar Göring-Eckardt, geb. Eckardt. Der Name Göring stammt von ihrem Ehemann (oder Ex?), des evangelisch-lutherischen Pfarrers der Gemeinde in Ingersleben, Michael Göring, mit dem sie seit 1988 verheiratet ist (war). „Die Menschen sollten doch auf das Schwenken von Deutschland-Fahnen während der Fußball-EM verzichten, das könnte die Gefühle unserer ausländischen Mitbürger verletzen…“, war einer ihrer markigsten Sprüche diesen Jahres. Mit Verlaub, ich gehöre zu den Befürwortern, wenigstens im Wesentlichen, der derzeitigen Asyl-Politik der Bundesregierung, die weitgehend von den GRÜNEN mitgetragen wird, aber das ging nun wirklich nach Hinten los und liefert den „Markt-Brüllern“ und „besorgten Bürgern“ unnötigen Zündstoff. Aber Ingersleben hat noch einen weiteren prominenten Bürger, den Shakin Stevens der ehemaligen DDR, Jörg Hindemith (Bitte, bitte, Hanni, bitte hab mich lieb). Man hört nichts mehr von ihm, oder wenig. Wenigstens erscheint er auf einem Foto seiner Web-Seite neben Jürgen „Atze“ Adlung, dem Mr. Speedfinger auf dem Piano.
Wir sind kurz vor dem Ziel. Nachdem wir den Autobahn- und ICE-Viadukt, der das Tal der Apfelstädt überspannt, passieren, erreichen wir in Marienthal die Stadtgrenze Erfurts. Es sind zwar noch einige Kilometer bis zum Start/ Ziel im Süd-Osten der Landeshauptstadt (man könnte abkürzen und den Steiger überqueren – zu anstrengend nach dieser Fahrt), aber die Dokumentation endet hier, da wir diese Strecke um Erfurt bereits aus dem vergangenen Jahr kennen – zum Beitrag>>>

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1 Kommentar zu "Radweg Thüringer Städtekette Eisenach – Erfurt"

  1. Hallo, hallo, danke für den neuen Beitrag, mein Plan, Thüringen länger als ein paar Tage zu besuchen, wird immer konkreter. Im nächsten Jahr,
    lg
    bernd

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