Radtour – Ilmtalradweg – Quellen bis Kranichfeld

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Reportage – 02.09.2015

Die schönsten Radwege in Thüringen

Nicht umsonst gilt er als einer der schönsten Radwege Deutschlands, der Ilmtalradweg

Nicht nur das schöne, alte Erfurt hat, innerhalb der Stadtgrenzen wie im näheren Umland, einiges zu bieten. Es lohnt sich, auf sehr gut ausgebauten Radwegen, die nähere Umgebung zu ergründen. Am 02. September 2015 war das der obere Teil des Ilmtal-Radweges von den Quellen bis nach Kranichfeld. Um den Startpunkt im Quellgebiet zu erreichen, nutzen wir erneut ab Erfurt-Hauptbahnhof einen der modernen Züge der Süd-Thüringen-Bahn.

Ilmtalradweg von Kranichfeld nach Weimar – hier>>>

Ilmtalradweg von der Saale-Mündung nach Weimar – hier>>>

Die drei Quellbäche der Ilm,  Lengwitz, Freibach und Taubach, entspringen oberhalb von Stützerbach bei Allzunah aus dem Nordhang des Thüringer Waldes und fließen oberhalb von Stützerbach zusammen. Unweit davon liegt das Quellgebiet der Gera, das wir auf unserer Tour Gera-Radweg am 24.07.2015 besuchten.

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Weiter geht es über Meyersgrund und Manebach in die Universitätsstadt Ilmenau. Universitätsstadt, Goethestadt und einiges mehr wäre über Ilmenau zu berichten. Überlassen wir das der offiziellen Internetseite der Stadt Ilmenau. In Ilmenau ist nicht nur der „Himmel blau“, an diesem Tage war er zumindest nur leicht bedeckt, zeitweilig bewölkt, aber es blieb bei für eine Radtour günstigen 20 Grad C wenigstens trocken, jedenfalls bis kurz vor den letzten Abschnitt.

Unterhalb von Ilmenau öffnet sich ein breites Tal, das den Vorteil bietet, dass der Radweg überwiegend entlang des Flusses verläuft und keine Anstiege zu bewältigen sind. Das bleibt so bis kurz vor Stadtilm, also auf einer Strecke von etwa 20 km. Der Radweg ist, bis auf eine kurze Lücke vor Stadtilm, durchgehend asphaltiert, Rastplätze sind hinreichend vorhanden. Etwa 2 km östlich von Ilmenau erreichen wir Langewiesen. Dass es einen Dichter namens Johan Jacob Wilhelm Heinse gab, der hier am 15.02.1746 geboren wurde, das war mir bis zum heutigen Tag nicht bekannt. Aber um solche Lücken zu schließen, unternimmt man derartige Ausflüge. Er war übrigens Romantiker.

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Wir fahren hinein in einen der schönsten Abschnitte, die Ilm-Aue bis Gräfinau-Angstedt, ein malerisch gelegenes Dorf, das mit einer im klassizistischen Baustil errichteten Kirche überrascht. Die erste urkundliche Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1282. Nach einem Abriss 1826 wurde die Kirche ab 1827 neu errichtet.

Wenige Kilometer nach Gräfinau-Angstedt erreichen wir einen Abzweig, der nach Singen führt. Wer möchte, der kann diesen Abstecher nutzen, um die Museums-Brauerei in Singen zu besichtigen. Da ich dieselbe bereits vor einigen Jahren besuchte, setze ich meine Fahrt fort bis Griesheim und von dort über den ersten anstrengenden Höhenzug in Richtung Stadtilm.

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Wenige Kilometer vor Stadtilm verengt sich das Tal und der Radweg führt nach Verlassen von Griesheim über eine Anhöhe, die ein wenig Kraft kostet. Wir kommen an den einzigen Abschnitt, der nicht asphaltiert ist, jedoch über eine gut ausgebaute Schotterdecke mit einem nur kurzen Stück Feldweg führt. Mag sein, ich habe mich verfahren, da kurz hinter Griesheim eine neue Brücke für eine Umgehungsstraße um Stadtilm gebaut wird. Hier war eine etwas irreführende Umleitung ausgeschildert. Aber wie dem auch sei, man kann von jedem Ort aus das Tal der Ilm sehen und somit ist stets Orientierung möglich. Mit Stadtilm erreichen wir das nächste Etappenziel.

Am Ortseingang von Stadtilm bietet sich ein Biergarten feil. Es war bereits nach 13 Uhr und der Magen knurrte, aber mit nur einer Bedienung und etwa zehn Wartenden in der Schlange war es wenig einladend, also entschloss ich mich, in die Innenstadt zu fahren. Der Viadukt in Stadtilm über das Tal der Ilm, den wir kurz darauf unterqueren, ist 202 m lang und 7 m breit. Er wurde bereits 1893 eröffnet. Vor dem Essen kommt die Neugier und diese wurde geweckt von der imposanten Kirche, die durchaus etwas von „Klein-Notre-Dame“ an sich hat. Eine Pizzeria fand sich am Markt, Bandnudeln mit Shrimps und Knoblauch, dazu ein Radler für gerundete 10,- EURO, da kann man nicht meckern. Am Ortsausgang kam ich später an einer einladenden Raststätte vorbei, aber der Magen war hinreichend gefüllt.



Von Stadtilm bis nach Großhettstedt entschloss ich mich, die B 87 zu nutzen. Der Weg ist etwas kürzer und vor allem eben. Zwischen Groß- und Kleinhettstedt kehren wir dann an die Ilm zurück und passieren die Kunst- und Senf-Mühle, in deren Hof „Zum Mühlenwirt“ ein rustikaler Biergarten zum Rasten einlädt. Aber das Mittagessen liegt erst knappe dreißig Minuten zurück, also geht es weiter in Richtung Kranichfeld, von dem uns jetzt nur noch etwa 6 km trennen.

Kleinhettstedt verabschiedet sich mit einer uralten Linde am Ortsausgang. Wir verlassen erneut den Lauf der Ilm und überqueren einen weiteren Höhenzug, der nach etwa 3 km zurück ins Tal nach Dienstedt führt. Zwischen Dienstedt und Barchfeld passieren wir eine Karsthöhle, die als Schauhöhle begehbar ist. Nach Dienstedt erreichen wir Barchfeld, das bereits zu Kranichfeld gehört und von wo aus bereits das Kranichfelder „Obere Schloss“ sichtbar wird. Vorbei an schroffen Felswänden, die in Jahrmillionen von der Ilm „abgegraben“ wurden, erreichen wir schließlich Kranichfeld. Mehr über die Stadt erfahren Sie in der Tour vom 19.08.2015 – Mittelabschnitt des Ilmtal-Radweges von Kranichfeld nach Weimar – Das Ziel ist erreicht, jedenfalls was den Radweg betrifft. Aber wir müssen ja noch zurück nach Erfurt. Am 19.08.15 auf dem Wege von Erfurt nach Kranichfeld befuhren wir die bewaldeten Höhenzüge östlich der Landstraße zwischen Erfurt und Kranichfeld. Da noch genügend Zeit ist, entschließe ich mich zu einem Umweg westlich der Landstraße, da es hier einiges zu sehen und zu erleben gibt. In jedem Falle reizvolle Landschaften und wunderbare Ausblicke.

Leider fielen, nachdem ich den Stausee Hohenfelden erreichte, doch noch ein paar Tropfen aus der inzwischen dichten Wolkendecke, aber es war nicht einmal genug, um die Windjacke zu durchdringen. Kurz nach dem Stausee verlassen wir die Landstraße in Richtung Westen und erreichen nach etwa 3 km über einen asphaltierten Radweg das Museumsdorf Hohenfelden. Von da aus geht es weiter zum Riechheimer Berg, auf dem eine beliebte Ausflugsgaststätte auf ihre Gäste wartet. Der Ausblick ist fantastisch, aber leider nicht an diesem wolkenreichen Tag. Der Waldweg ist geschottert und, mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts von etwa 500 m, sehr gut mit dem Rad befahrbar. Vom Riechheimer Berg führt ein sehr gut befahrbarer Wanderweg direkt nach Erfurt und wir erreichen nach etwa 12 bergigen km, vom Stausee aus gerechnet, das Forsthaus Willrode, in dem die Thüringer Forstverwaltung ihren Sitz hat. Außerdem gibt es hier in der Jagdsaison von Mai bis Dezember einen sehr gut sortierten Wild-Laden. Da es von hier aus nur noch bergab geht, entschließe ich mich zu einem Umweg über Schellroda und nutze die Landstraße. Man kann aber auch abkürzen und etwa 500 m unterhalb des Forsthauses einen Waldweg benutzen. Auf der Fahrt queren wir dreimal die Autobahn, einmal über eine Fußgängerbrücke am Wanderweg, zum zweiten Mal über die Straßenbrücke nach Schellroda und zum dritten Mal durch eine Unterführung auf dem Wege nach EF-Windischholzhausen, das wir, nach Verlassen des Waldes an der Suhle-Quelle erreichen. Der Tacho zeigt für die Gesamtstrecke mit kleinen Umwegen 88 km.

Die übrigen Abschnitte des Radweges:

Ilmtalradweg von Kranichfeld nach Weimar – hier>>>

Ilmtalradweg von der Saale-Mündung nach Weimar – hier>>>

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