Fete de la Musique Erfurt 2019 Nahaufnahmen

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Das internationale Straßenmusik-Festival

Fete de la Musique – Erfurt war auf den Beinen

Reglerkirche zum Anger

Ein kalendarischer Sommeranfang wie er im Buche steht. Nicht zu heiß, warm mit einem frischen Lüftchen, das durch die Straßen und Gassen der Erfurter Altstadt blies, es war auszuhalten, was das Wetter betrifft. Dabei prognostizierte der Deutsche Wetterdienst für heute 60 % Regen-Risiko. Na ja, wie lautete seinerzeit der Anruf eines Bürgers beim DWD? „Ich wollte ihnen nur mitteilen, dass ich in den letzten zwei Stunden ihren vorhergesagten Sonnenschein aus dem Keller gepumpt habe.“ Am 21. des Monats Juni, anno 2019, verhielt es sich zum Glück anders.
Ein Rundgang durch die Altstadt war geplant, doch selbst das war nicht zu schaffen. Die Veranstaltungen erstreckten sich von der Vorstadt im Westen über die Altstadt bis nach Erfurt-Nord. Erfurt war auf den Beinen – im wahren Sinne der Worte, Momentaufnahmen nur, in der Überschrift steht nicht umsonst „Nahaufnahmen“, ein paar Nahaufnahmen der Gesichter der Musiker und Musikerinnen. Vielleicht hätte ich ja woanders bessere gefunden, doch man kann nicht überall sein. Zu groß ist das Event inzwischen, ein gelungener Kontrast zum gerade „überwundenen“ Krämerbrückenfest“, wo der Kommerz die Altstadt beherrscht.
Es ist den Mädchen und Jungs, den Männern und Frauen hoch anzurechnen, dass sie die Straßen unserer schönen Stadt an diesem Tag in ein einziges „Noten-Feld“ verwandeln.

Bei Piro Zores begann mein Rundgang an der Reglerkirche. In Aeterno, das neue Projekt, wie man auf der Webseite der Band erfahren darf. Mittelalterliche Volksmusik auf Originalinstrumenten. Fröhlich und mitreißend. Die Band hat inzwischen drei Alben produziert, mehr dazu erfahren Sie hier>>>
Wer mit dem Rad aus dem Süden kommend zum Anger will und keine Lust hat zum Schieben, der sollte vor der Reglerkirche rechts abbiegen sonst könnte es Ärger geben. Über die Trommsdorffstraße gelangt man, ohne absteigen zu müssen, zum Anger und da direkt vorbei am Anger 1 geradewegs zum Luther-Denkmal. Schülerbands gaben ihr Können preis. Ängstlich wirken die Gesichter, zugegeben, noch nicht wie die Profis, aber das kommt bald. „Atze“ Adlung lief mir über den Weg, der Weltmeister im Piano-Anschlag, er zittert vor der aufstrebenden Konkurrenz, wie er sagte.
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Hirschgarten – Lange Brücke – Arche

Im Hirschgarten Country und Folk vom Feinsten mit An Sibin. Leider fand ich keine Internetseite der Band, dafür einen gleichnamigen Pub in Darmstadt, der demnächst wieder eröffnen soll. Weiter zur Langen Brücke, doch was war da los? Saxophon-Duo, wirklich gute Musik, doch gab es schon mehr, Danny fehlt mit seinem „Spindlers“. Darin inzwischen ein schmuckloses Café, wie lange das sich wohl halten wird, neben der übermächtigen Mühle? Wir werden sehen.

Entschädigung vor dem Hochzeitshaus, Denny Waldner mit seiner Band Shotgun Valium. Es brauchte seine Zeit, bis er anfing zu spielen, Soundcheck nach Soundcheck. Manchmal fragt man sich, ob nötig oder Show? Neugier wecken, Spannung aufbauen, hat man wenig Zeit, weil man mehr Spielorte aufsuchen möchte, mitunter ermüdend. Doch nachdem er begann – Daumen hoch! Was steht in seinem Facebook-Profil: „Mit seiner Band Shotgun Valium bringt er die volle Rock`n Roll-Energie auf die Bühne […] Seit 2012 werden Cover und eigene Songs getragen von einer vielschichtigen Stimme, ganz viel Herz, ein wenig Rebellion und authentischen Melodien.“ Zu Dennys Facebook-Profil>>>

Domplatz – Andreasstraße – Alte Universität

Am Domplatz vor dem Eiscafé Venezia der blanke Punk mit „wait a minute“ aus Erfurt, seit 2016 mit handgemachtem Punk-Rock unterwegs. Nichts für empfindliche Ohren. Wer eben allein einen Eisbecher aus dem bekannten Eiscafé genießen wollte und nicht zu den Punk-Fans gehörte, dem wäre wohl sicher der Eis-Löffel aus der Hand gefallen. Gerade als ich ankam fragte der Band-Leader, ob AfD-Wähler unter dem Publikum seien. Niemand hob die Hand, vielleicht trauten sie sich ja nicht bei den allgegenwärtigen Aufschriften auf Instrumenten und Verstärkern: „Fuck AfD“. Wer möchte schon gern auf dem Domplatz öffentlich gefickt werden? Man dürfe das, politische Texte vortragen, schließlich sei man eine Punk-Band. Die Frage einzig: ob es jemand der Anwesenden verstanden hat?
Auf die Frage hin, ob jemand mitsingen möchte, begab sich ein Steppke aufs Pflaster, der Charme des Vortrags, für mich der Schnappschuss des Tages. Zum Facebook-Profil der Band>>>

Rock auch vor der Stasi-Gedenkstätte mit TUEHF aus Ilmenau. Auf der Webseite von TUEHF kann man sich einige der selbst produzierten Titel anhören. Als Genres ihrer Musik geben sie selbst an: Stoner Rock, Doom, Sludge und Punk. Stoner Rock und Doom liegen dicht beieinander, abgeleitet vom englischen Wort „stoned“ für bekifft. Man könnte es auch als Hard-Rock bezeichnen, wie Sludge ebenfalls. Zum Facebook-Profil von TUEHF>>>
Zwei Spaßvögel vor der Alten Universität, die ich leider im Programmheft nicht fand. Spaß beim Zuhören dennoch. Ein Text, der im Refrain die Frage stellte, ob Gott das alles so gewollt hätte wie wir es gerade erleben.

Wenigemarkt – Benediktsplatz – Fischmarkt – Willy-Brandt-Platz

Eine Aufzählung aller „übergangenen“ Spielorte erspare ich mir an dieser Stelle, allein so viel: es waren einige, beschränkt auf den hier beschriebenen Kreis um die Altstadt herum. Wer Interesse an einer Nachlese finden sollte, der findet die Aufzählung mit allen Künstlern und denen, die es noch werden wollen, im Programm>>>
Auf dem Wenigemarkt traf ich auf Benjamin Bruder, Singer & Songwriter aus Erfurt. Irish Folk, Scottish Folk und Country. Für jemanden, der Zeit seines bewussten Lebens der Folk- und Country-Musik bis hin zum Country-Rock nahe stand und noch steht, ein echtes Hörerlebnis. Zu Benjamins Facebook-Profil>>>
Das Foto des Tages (nicht der Schnappschuss, das war der Knirps auf dem Domplatz) nach meinem eigenen Geschmack gelang mir allerdings auf dem Benediktsplatz. Kein im Programm aufgeführter Spielort, kein Name des Künstlers, die Kraft und die Hingabe, mit der er singt, hören- und sehenswert.  Ich sah ihn bereits des Öfteren als Straßenmusiker, zuletzt im vergangenen Jahr auf dem Erfurter Anger. Liebe „Freunde“ der Menschen mit Migrationshintergrund, manche nennen sie einfach Ausländer, es tut mir sehr leid, dass kein Deutscher/ keine Deutsche meinen internen Wettbewerb gewann. Doch Geschmäcker sollen bekanntlich verschieden sein. Vielleicht gefällt Ihnen ja ein/ eine andere(r) besser?
Update 23.06.19
Bei dem „namenlosen“ Künstler auf dem Bendiktsplatz handelt es sich um Shane Vanderwall. Danke an Christian Bauch für den Hinweis. Inzwischen hat mich Shane selbst angeschrieben. Er stammt aus Sri Lanka, hatte von 1998 bis 2002 die Band „Living Spirits“. Seit 2011 lebt er in Nürnberg. Mehr über Shane Vanderwall>>>

Keineswegs aschegrau, die Band „Aschegrau“ aus Erfurt auf dem Fischmarkt. 2017 ins Leben gerufen, steht die Band für Harmonie und Spaß an der Musik. Wer zuhört, wer diese Musik liebt, der kommt zu keinem anderen Ergebnis. Die Sängerin fesselt mit ihrer Stimme, die Begleitung, die Instrumente glasklar, Spaß an der Musik, das kann man den Musikern tatsächlich bescheinigen. Zum Facebook-Profil>>>
Der Willy-Brand-Platz stand nicht im Programm, wie ich später feststellen musste. Nicht auf dem Schirm, wie man so schön sagt. Auf der Heimfahrt hörte ich Musik vom „Da Toni“ her, Oldies, eine Band, die ich nicht nach dem Namen fragte, hoffte ich doch, dieselbe abends auf der Liste zu finden. Leider nein. Sie fanden ihre Zuhörer, wie all die anderen, die unsere Stadt an diesem Tag bis in die Nacht hinein mit einem Teppich aus Noten überzogen.
Die Fete erfreut sich zunehmender Beliebtheit, danke an die Organisatoren.

Da war doch noch was

Ach ja, die Stadt Erfurt plane, Straßenmusiker zu prüfen, bevor man sie auf die Menschheit loslässt. Ob man dafür eine Prüfungsgebühr in Erwägung zieht, darüber weiß die für ihren investigativen Journalismus bekannte Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen leider nichts zu berichten. Obgleich, eine Prüfung durch die öffentliche Hand ohne Gebühr? Schließlich kostet das Zeit der Mitarbeiter und somit Geld – die Fangarme des Landesverwaltungsamtes liegen in Lauerstellung. Was sagt ein bekannter Kulturpolitiker der Stadt, übrigens Organisator der Fete dazu (Pst, nicht weiter sagen, es handelt sich um den, der im gerade beendeten Kommunalwahlkampf auf seinen Plakaten den Namen der Partei weg ließ, der er angehört) ? Er fände den Vorschlag „obszön“, das falle unter Regelungswut (TA von heute). Recht hat er.


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2 Kommentare zu "Fete de la Musique Erfurt 2019 Nahaufnahmen"

  1. Danke für den tollen Text und die netten Worte uuuund die wunderbaren Bilder. Wir sind sehr froh, dass du uns an dem Tag dein Gehör geschenkt hast LG Elisa alias Leo Lotta von Aschegrau

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