Der Marsch – Film mit Trailer

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Was passiert, wenn …?

Flucht und Vertreibung sind kein neues Thema

Lange gesucht und endlich gefunden, passend zu einem der aktuellsten Themen unserer Zeit

mit Malick BowensJuliet Stevenson, Regie: David Wheatley

Flucht und Vertreibung sind kein neues Thema (auf Beispiele kann hier sicher verzichtet werden), neu sind die Dimensionen und neu sind die extremen gesellschaftlichen und kulturellen Unterschiede zwischen den Herkunftsländern und den Fluchtzielen, die zu Spannungen führen, deren Ursachen und Wirkungen leider nur zu oft unterschätzt werden. Die Flüchtenden aus den ehemaligen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg waren Deutsche.

flucht-und-vertreibungSie kamen aus einem zerstörten Land und gingen in ein ebenso zerstörtes Land. Die Lebensverhältnisse der Ankommenden unterschieden sich lediglich von denen der Anwesenden, dass letztere, waren sie von Bombardements verschont geblieben, ein Dach über dem Kopf hatten. Beide Seiten, Flüchtlinge wie Anwohner, standen vor einer gemeinsamen Herausforderung: Dem Wiederaufbau eines zerstörten Landes.

Selbst die „Heimhole-Aktion“ der Russland-Deutschen durch die Bundesrepublik, die innerhalb von zehn Jahren (mit festen Jahres-Kontingenten!) über zwei Millionen Menschen betraf, erreichte nicht die Dimensionen, mit denen wir es derzeit zu tun haben, noch weniger die Massenflucht aus der ehemaligen DDR in die BRD im Sommer/ Herbst des Jahres 1989, aber selbst hier gab es nicht wenige, die von Überforderung sprachen.


Zum Film – Klappentext

In weiten Teilen Afrikas ist eine ökologische und humanitäre Katastrophe ausgebrochen. Eine Gruppe hungernder Menschen macht sich auf den Weg nach Europa, um dort Zuflucht und ein besseres Leben zu finden. Unterwegs schließen sich immer mehr Menschen dem Treck an bis dieser zu einer Völkerwanderung anschwillt. Zu spät erkennen führende europäische Politiker, welche Sprengkraft der Marsch der Hungernden entwickelt. THE MARCH wurde 1990 produziert und galt seinerzeit als düstere Zukunftsvision. Nur 25 Jahre später sind die Geschehnisse dieses Films von unserer Realität eingeholt worden.

Paul Schumacher (Kundenrezension):

Bereits 1990 hatte Gladiator-Autor William Nicholson ein düsteres Szenario geschrieben, in dem hunderttausende Afrikaner Richtung Europa marschieren, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, bzw. um überhaupt zu überleben. Das Drehbuch wurde vom BBC aufwändig verfilmt. „Der Marsch“ erlebte seine deutsche Erstausstrahlung im Abendprogramm der ARD. Doch danach geriet der Film fast 25 Jahre in Vergessenheit. Jetzt ist das Thema brisanter denn je, denn die Zukunftsvision ist fast zu 100% so eingetreten, wie in dem Film vor mehr als zwei Jahrzehnten dargestellt. Ich habe mir den Film jetzt bereits zweimal angeschaut. Jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut. „Der Marsch“ ist nicht nur hochspannend inszeniert, sondern beantwortet auch viele Fragen, die in der aktuellen Flüchtlingskrise aufkommen. Wen das Thema nicht völlig kalt lässt, der kommt an diesem Film nicht vorbei. Mein DVD-Tipp des Jahres! Kaufempfehlung!

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Der Marsch
Der Ausgang der Landtagswahlen am 13. März diesen Jahres in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zeigt eindringlich die Brisanz einerseits und das Spaltungs- oder Polarisierungspotenzial, das dieses Thema inzwischen in unserer Gesellschaft herbei führte. Aus dem Stand erreichte eine Partei, die wegen ihres klar erkennbaren rechts-populistischen Profils nicht von jedem gewollt wird, der sie wählte, zweistellige Ergebnisse, in Sachsen-Anhalt wurde sie zweitstärkste Kraft im Parlament. Nun könnte man all jene beschimpfen, die AfD wählten, warum man hingegen, bevor man vorschnelle Urteile spricht, nachdenken sollte, zeigt ein Interview in der beliebten und kritischen ARD-Sendung „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg am 14.03.2016, wo eine studierte Humanistin und Unternehmerin, Brigitte Büttner, ihre Meinung sagt:

Die Sendung mit den Meinungen der anwesenden Politiker sehen Sie hier>>>>>

Die Arroganz der Macht…, viel zitiert, viel gescholten, oft zu Recht, bisweilen überzogen…
Ist es Arroganz, wenn die Kanzlerin, man könnte sie einen Fels in der Brandung nennen, konsequent einen Kurs verfolgt, der die Europäische Gemeinschaft verpflichten soll, ihre Werte und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen auf gemeinsame Schultern zu legen? NEIN! Selbst dann noch NEIN, wenn einzelne Wahlergebnisse eine andere Sprache zu sprechen scheinen. Andererseits kann man nicht jeden Politiker, der die zum Teil berechtigten Sorgen einiger Menschen, mehr als 50%, wie Statistiken zeigen, ernst nimmt, als ausländerfeindlich bezeichnen. Es gibt keine einfachen Antworten, Populisten sind jene, rechts wie links, die meinen, einfache Antworten in ihrem Portfolio anzubieten, Grenzen dicht ohne Rücksicht, rechts, Grenzen öffnen, links, die einen wie die anderen scheinen damit nur ein Ziel zu verfolgen, die Gesellschaft zu destabilisieren. Arrogant hingegen sind jene (und sie waren sogar in der oben genanten Sendung anwesend), die ehrliche und zudem sehr mutige Aussagen, wie die von Brigitte Büttner, in ihrem Gehalt herunterzuspielen versuchen.

Bereits lange vor der Zuspitzung der Flüchtlingssituation schrieb ich in einem meiner Bücher (Zitat, Seite 217: „Aber diese Fremdenfeindlichkeit oder diese Ressentiments waren nicht immer vordergründig Feindschaft, sondern oft Unbeholfenheit, vielleicht sogar ein wenig Angst vor dem Unbekannten, vor dem Fremden.
Ich lehne es noch heute ab, jeden pauschal zu verurteilen, der Vorbehalte Fremden gegenüber hegt und dafür gleich zum Ausländerfeind abgestempelt wird, wenn er solche äußert. Dort wo unterschiedliche Kulturen aufeinander stoßen, bleiben Reibungen oft nicht aus und dem, der schon immer an diesem, seinem Geburtsort lebte, steht zumindest das Recht zu, die Frage stellen zu dürfen, warum er sich derartigen Reibungen, die nicht immer schmerzlos verlaufen, freiwillig aussetzen sollte.“ (- Dunkle Perlen – ISBN 1514691442, Kauf als Taschenbuch oder eBook über meine Autorenseite bei Amazon>>>>> ) Leseproben finden Sie hier>>>>>>

Wie weit verbreitet man eine solche Arroganz, man könnte es auch den getrübten Blick auf die Realität nennen, vorfindet, hier noch an einem Beispiel, das ich im vergangenen Jahr erlebte, mit einem Kommentar des DGD-Vize Hessen/ Thüringen, Sandro Witt, den man durchaus als Politiker bezeichnen kann, mischt man sich doch sehr gern, gerade vom DGB aus, in die Politik ein. Ein Foto, aufgenommen am 1.Mai 1915, gegen 14:00 Uhr auf dem Erfurter Anger:

1.Mai

Meine Antwort darauf war folgende, auf die ich, auch das ist üblich bei dieser Art Politiker, keine Reaktion mehr lesen konnte: „Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist dumm, wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. Erkennen Sie jemanden auf dem Foto? Und was ist an einem Kommentar „eklig“, wenn er die augenfällige Realität wiedergibt? Das Foto wurde gegen 14 Uhr aufgenommen und Ihr Ductus erinnert fatal an die Sprache des Extremismus. Welch Wunder, dass Sie nicht „Hetze“ verwendeten.“ Die Reportage zum 1.Mai 2015 in Erfurt können Sie hier lesen>>>

Nun gut, wir werden uns damit abfinden müssen, dass Arroganz oder mangelnde Fähigkeit, die Wirklichkeit so wahrzunehmen, wie sie ist und nicht so, wie man sie sich wünscht, ein nicht zu ändernder Mangel ist, der zu den „menschlichen Schwächen“ gehört, wie andere. Dass dieser Mangel bei Politikern überproportional hoch auftritt, scheint jedoch kein Zufall zu sein.

Und wir werden uns darauf einstellen müssen, dass Europa, wie es der Film „Der Marsch“ noch als düstere Zukunftsvision zeigte, für einen längeren Zeitraum Ziel von Fluchtbewegungen sein und bleiben wird. Die Unterscheidung von Flüchtlingen gemäß Genfer Konvention von solchen, die dem Hungertod entfliehen, wird dabei zunehmend schwerer sein, weil es völlig gleichgültig ist, ob Menschen der Tod durch Waffengewalt oder durch Hunger droht. Der Film lässt an seinem Ende die Antwort offen, ob die an der Küste eintreffenden Menschen mit Gewalt am Betreten des Landes gehindert werden oder nicht. Wir werden diese Frage, so lässt sich aus den Entwicklungen erkennen, demnächst beantworten müssen. Und wenn man bedenkt, von welchen Zahlen auszugehen sein wird, dann mag man meinen die Antwort stünde bereits fest…..

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