Der Autor Frank C. Mey

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Buchautor

Erfurt – Thüringen – Erotische Literatur

Geboren irgendwann in den 50er Jahren in Ostdeutschland („Ein Mann wird nie älter als 59“), Literaturliebhaber, der fast alles las, was in der DDR an Schriftstellern, vornehmlich aus dem Westen, verlegt wurde. Hemingway, Greene, Melville, Amado, Merle sowie die Großen aus der Gilde der historischen Romanschreiber, nicht ohne die Klassiker zu erwähnen wie viele andere.
Nach Abitur und zwei Hochschulstudien verschiedene leitende Tätigkeiten in der Wirtschaft, nach der Wende selbständig.
Beschäftigte sich seit den 90er Jahren nebenbei mit erotischer Fotografie, Ende des vergangenen Jahrtausends Verfasser mehrerer Drehbücher, 2014 erschien der dreiteilige Debüt-Roman Chrissys Tagebuch, zuerst als eBook, seit März 2015 als Taschenbuch sowie ein Band erotischer Erzählungen mit dem Titel Hemmungslos frivol als eBook und Taschenbuch. Im Juni 2015 mit Dunkle Perlen das dritte Buch. Regenwürmer vertragen kein Coffein das Vierte in der Reihe. Im November 2018 erschien Träume lernen laufen, das vorläufig letzte aus der Erotikreihe (?) Das vorläufig letzte, wer weiß das schon so ganz genau? Die Bücher sind insofern lesenswert, weil sich hinter dem „Transportmittel“ Erotik ein großes Stück DDR-Alltag verbirgt, von dem die Jüngeren bisweilen nichts erfahren und der bei zahlreichen Älteren anscheinend in Vergessenheit zu geraten droht. Ob vergessen oder bewusst verdrängt, mag jeder für sich selbst beantworten. Das Trauma das täglichen Widerspruchs zwischen Lüge und Wirklichkeit, das „Nicht sagen dürfen was man denkt“, das in der Tat bei vielen derer zum Trauma wurde, die sich kritisch mit dem Leben im real existierenden Sozialismus auseinandersetzten.
Gegenwärtig Arbeit an dem Roman-Projekt Land der Väter (Arbeitstitel). Erste Leseproben>>>

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Ein wenig Satire darf nicht fehlen – Zur Übersicht aller Beiträge>>>

Politische (Kurz-) Biografie

Wie (fast) alle Sprösslinge der friedlich verstorbenen DDR Mitglied der Pioniere, später der FDJ (Freie Deutsche Jugend). Zugegebenermaßen gab es wenige, die sich dieser Mitgliedschaft verweigerten. Aber ohne die Zustimmung und Unterstützung durch das Elternhaus war eine solche Verweigerung schier unmöglich. Mit 17 Verpflichtung zum Studium an der Offiziershochschule der Marine, Gründe dafür werden im Roman „Land der Väter“ zu lesen sein. Vorausgeschickt sei nur soviel, dass es nicht der „sozialistische Ehrendienst an der Waffe“, wie man das seinerzeit nannte, war. 1974 Eintritt in die SED. 1977 – Beendigung des Dienstes als Leutnant. Ab 1978 – Ökonomiestudium als Fernstudium. Mai 1982 – Austritt aus der SED mit den für damalige Verhältnisse bekannten persönlichen Folgen. Hauptgrund war die im Rahmen einer seinerzeit leitenden Tätigkeit in der Wirtschaft gewonnenen Erkenntnis, dass der Wirtschaftskurs der DDR im Fiasko enden würde und die fehlende Möglichkeit, dies zu artikulieren. Ein weiterer Grund waren die Ereignisse in Polen am Ende der 70`er Jahre.
Ab Anfang 1989 Mitarbeit in einem regierungskritischen politischen Zirkel in Berlin. 9. November 1989 – Mitglied der Gründungsgruppe der SDP (Sozialdemokratische Partei in der DDR) in Erfurt und Wahl zum 1. Sprecher.
SPD

Die Gründung des Ortsverbands Erfurt wurde während der folgenden Donnerstags-Demo auf dem Domplatz bekannt gegeben. Da die Friedensgebete in Erfurt traditionell Donnerstags stattfanden, wurde dieser Tag, im Gegensatz zu Leipzig (Montags-Demo), zum Erfurter Protest-Tag.

Ende November 1989 wurde bekannt, dass die Regierungspartei SED einen Parteitag plant, während dessen ein grundlegender Kurswechsel beschlossen werden sollte. Es sickerte durch, man beabsichtige, die Partei in „Sozialistische Partei Deutschlands“, Abkürzung SPD, um zu benennen. Dies sorgte für Entrüstung. Was nie offiziell bekannt gegeben wurde, war eine Protestnote aus der damaligen SPD-Zentrale in Bonn an das ZK der SED. Es gab stundenlange nächtliche Telefonate (am Tag waren wegen der wenigen Leitungen Verbindungen so gut wie unmöglich) zwischen Vertretern der Ost-SDP und der SPD in der BRD. Während einer Zusammenkunft Thüringer Spitzenvertreter, an der Genossen aus Bonn teilnahmen, regte ich an, die SDP in der DDR in SPD in der DDR um zu benennen, was dann später erfolgte. Die Initiative dazu ging von Thüringen aus. In der Folge ein Telefon-Interview mit Radio DDR, in dem ich die Auffassung zu den SED-Plänen darlegte. Die schlechte Tonqualität bitte ich zu entschuldigen, aber so waren eben seinerzeit die Bedingungen beim Telefonieren (und die Stasi hörte des Öfteren mit, was man am Knacken feststellen konnte).

Zwei weitere high-lights:

Zum Vergrößern die Bilder anklicken

Das Interview können Sie hier nachlesen>>>>>>

Es war eine arbeitsreiche Zeit. Die Tage begannen sechs Uhr morgens und endeten nicht selten nach zwei Uhr nachts. Zu erkennen an den dunklen Augenringen aus einigen der folgenden Aufnahmen. Schon zeitig interessierten sich westdeutsche Medien für unsere Bewegung. Leider ist nicht mehr alles Material verfügbar, hier ein paar Impressionen. Die unverbesserlichen DDR-Nostalgiker sollten vielleicht die im folgenden Film sichtbaren Ansichten der Erfurter Altstadt in ihren Blick nehmen.

Mitglied der Initiativgruppe zur Vorbereitung der Gründung des Thüringer Landesverbandes der SPD am 27. Januar 1990 im Gothaer Tivoli. Programmatische Rede vor dem Parteitag, Wahl in den ersten Thüringer Landesvorstand der SPD.

Lebens-high-light: Begleitung Willy Brandts auf der Fahrt von Frankfurt/ M. nach Erfurt am 3. März 1990 anlässlich des 20. Jahrestages des Treffens Brandt/ Stoph in Erfurt.

Liste der Mitfahrer (Auszug aus dem Willy-Brandt-Archiv), Salonwagen für 12 Personen: Willy Brandt, Luis Ayala, Generalsekretär der Sozialistischen Internationale, Hans Eichel, damals noch OB von Kassel, später MP Hessen, danach Bundesfinanzminister, Dagmar Wiebusch, Pressestelle des SPD-Parteivorstands, später Sprecherin, Frank Meyer, SPD-Landesvorstand Thüringen

Beitrag in der Thüringer Allgemeinen zu 40 Jahre Willy Brandt-Treffen mit Stoph in Erfurt – 19. März 1970 – zu finden im Teil 2 – Zum Betrag>>>

Beitrag in der Thüringer Allgemeinen zu der im Jahre 2012 aktuell geführten Rentendebatte im Deutschen Bundestag. Ob die SPD die später durchgesetzte „Flexi-Rente“ aus diesem Beitrag „geklaut“ hat, ist hingegen nicht bekannt ( 😉 ). Zum Beitrag>>>

Beschäftigte man sich sein Leben lang, mehr oder weniger aktiv, mit Politik, so fällt es schwer, sich völlig davon zu trennen. Die turbulenten Ereignisse der Gegenwart zwingen zur Stellungnahme, ob man diese nun stets offen verkündet, oder nur im engeren Kreise vertritt. Die Welt, so wie sie ist, verlangt unser Engagement und wenn einige sich weniger engagieren, müssen dafür andere eben etwas mehr tun. In einem meiner Romane spricht einer der Hauptakteure dazu folgenden Satz: „…dass Vernunft, wie im Übrigen auch Intelligenz, unter den Menschen leider nicht gleichmäßig verteilt sei. Die Vernünftigen müssten somit einen Teil dessen, was die weniger Vernünftigen versäumen, wieder ausgleichen…..“ (Leseprobe aus Chrissys Tagebuch)

Als Sozi sollte man sich mit dem Thema „Gerechtigkeit“ auseinander setzen. Freiheit und Gerechtigkeit, Jahrzehnte lang einer der Kerngedanke sozialdemokratischer Politik, der zunehmend in Vergessenheit zu geraten droht. Populismus macht sich breit, links wie rechts. Vor einem Berufsschullehrgang behandelte ich bereits im Jahre 2015 einen dieser linken, populistischen Sprüche, der da lautet: „10 Prozent der Menschen verfügen über 90 Prozent des Reichtums. Würde man den gerecht verteilen, wäre für alle genug da …“ Die meisten haben es verstanden, es handelte sich um siebzehn-/ achtzehnjährige Berufsschüler, keine Ökonomiestudenten, daher die einfache, aber anschauliche Argumentation. So einfach kann man auch Politik erklären, damit die wieder von allen Verstanden wird. Zum Beitrag>>>

Hier am Ende ein Beitrag aus dem letzten Jahre 2016, der zum Nachdenken anregen sollte…

Ihr Frank C. Mey

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